"150 Millionen Kinder ohne Dach über dem Kopf"

Der Kardinal, wie man ihn kennt: gütig lächelnd.
Der Kardinal, wie man ihn kennt: gütig lächelnd.(Bild: Helmut Graf)
Weltweit leben und arbeiten 150 Millionen Kinder auf der Straße. Die Corona-Krise hat ihre Situation verschlimmert. "Jugend eine Welt" will helfen.

Am Sonntag ist der "Tag der Straßenkinder". Schätzungsweise 150 Millionen Kinder und Jugendliche weltweit leben und arbeiten auf der Straße, in den Metropolen Afrikas, Indiens, Lateinamerikas. Oft hat die Gewalt in der eigenen Familie sie auf die Straße getrieben. Ein hartes Pflaster! Die Kinder müssen sich allein durchschlagen, ohne Dach über dem Kopf. Keine Schulbildung, keine medizinische Versorgung. Hunger und Gewalt sind ihr Alltag. Betteln, Schuhe putzen, Lumpen und Müll sammeln, Zigaretten verkaufen oder Lasten tragen – das muss reichen zum Überleben.

Der Weg in Ausbeutung und Kriminalität ist nicht weit. Die Corona-Krise, die weltweit die Kluft zwischen Arm und Reich verschärft hat, macht auch ihre Situation immer unerträglicher und trostloser. Ins Leben gerufen hat den "Tag der Straßenkinder" die Hilfsorganisation "Jugend eine Welt". Ihr Patron Don Bosco feiert am Sonntag seinen Gedenktag. Der italienische Heilige aus dem 19. Jahrhundert, der für seine Fröhlichkeit bekannt ist, hat sich stark für obdachlose Kinder eingesetzt. Bildung und Erziehung haben ihnen ein Leben in Würde ermöglicht. Sein Vermächtnis lebt in Hilfsprojekten von "Jugend eine Welt" weiter.

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