150 Österreich-Flüge fallen wegen Streik aus

Die Piloten der deutschen Lufthansa haben um Mitternacht mit dem Streik für höhere Löhne begonnen. Rund 150 Österreich-Flüge sind davon betroffen. Die Lufthansa stellt bis Freitag um 23:59 Uhr fast vollständig den Betrieb ein. Insgesamt 3.800 Flüge fallen aus, 425.000 Passagiere müssen am Boden bleiben oder auf andere Fluglinien ausweichen. Auch die Lufthansa-Tochter AUA ist mit größeren Maschinen unterwegs.
Die Piloten der deutschen Lufthansa haben um Mitternacht mit dem begonnen. Rund 150 Österreich-Flüge sind davon betroffen. Die Lufthansa stellt bis Freitag um 23:59 Uhr fast vollständig den Betrieb ein. Insgesamt 3.800 Flüge fallen aus, 425.000 Passagiere müssen am Boden bleiben oder auf andere Fluglinien ausweichen. Auch die Lufthansa-Tochter AUA ist mit größeren Maschinen unterwegs.

Bei der Lufthansa herrscht ab sofort Stillstand. Die meisten Piloten haben ihre Arbeit niedergelegt. Wie ein Sprecher der Pilotengewerkschaft "Vereinigung Cockpit" mitteilte, begann der Streik um Mitternacht. Zudem wollen die Piloten am Vormittag am Frankfurter Flughafen für ihre Anliegen demonstrieren.

Reisende und Flughäfen gut vorbereitet

An den beiden größten deutschen Flughäfen in Frankfurt und München war die Lage zunächst ruhig. Wie der Sprecher des Frankfurter Flughafens versicherte, seien genügend Feldbetten aufgestellt worden und Verpflegungsstationen sowie Familienbereiche für Reisende mit kleinen Kindern eingerichtet worden. "Es sind wenige Leute, die ohne Vorkenntnisse hier her kamen." Auch ein Sprecher des Münchener Flughafens sagte, es sei sehr ruhig am Flughafen, die Reisenden seien gut informiert.

Back in Frankfurt - und als erstes geht es vorbei an einer Notbetten-Parade im Ankunftsterminal
— Annette Milz (@AnMilz)

Während die Lufthansa-Tochter AUA ihre Flüge plangemäß abwickelt, fallen 90 Lufthansa-Flüge sowie 66 Germanwings-Flüge aus. Die AUA regagierte und will, sollte es die Kapazität zulassen, größere Maschinen auf den Strecken nach Frankfurt, München, Köln, Stuttgart und Berlin einsetzen um dem zusätzlichen Ansturm Herr zu werden. Weiters könnte der Streik Österreicher betreffen, wenn sie etwa von einem AUA-Jet auf einen Lufthansa-Anschlussflug umsteigen wollen. Hier ist man gut beraten sich genau zu informieren.

 

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Drei Tage, rund um die Uhr

Die Piloten-Gewerkschaft "Vereinigung Cockpit" ruft ihre Mitglieder dazu auf, an den drei Tagen rund um die Uhr zu streiken. Damit solle der Druck im aktuellen Tarifkonflikt mit der AUA-Mutter Lufthansa erhöht werden. "Cockpit" fordert für die 5.400 Piloten der Kranich-Airline mehr Geld und die Beibehaltung der betriebsinternen Frühpensionierung.

Die deutsche Lufthansa rechnet in den Verhandlungen mit ihren streikenden Piloten nicht mit einer zügigen Einigung. Das sagte Konzernsprecherin Barbara Schädler am Mittwochmorgen am Frankfurter Flughafen.

Der Arbeitskampf trifft damit zumindest die Osterferien in Niedersachsen und Bremen, die dort bereits am Donnerstag beginnen. Weitere Streiks bis zum Ende der Osterferien sind laut Pilotenvereinigung nicht geplant. "Wir werden aus Rücksicht auf die Passagiere die Osterferien aussparen", bekräftigte Sprecher Jörg Handwerg.

Kostenlose Umbuchung möglich

Lufthansa bietet ihren Gästen umfangreiche Möglichkeiten zur Umbuchung an. Die Passagiere werden zudem gebeten, sich . Lufthansa-Personalchefin Bettina Volkens bezeichnete es als schwer nachvollziehbar, dass die Pilotengewerkschaft "Vereinigung Cockpit" beim gegenwärtigen Verhandlungsstand zu einem dreitägigen Vollstreik aufrufe. Der Gesellschaft werde ein Ergebnisschaden in zweistelliger Millionenhöhe entstehen.
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