Ein Traktor verlor am Dienstag während der Fahrt auf der Ramingtal-Landesstraße plötzlich den linken Hinterreifen. Das löste in Behamberg (Bezirk Amstetten) einen größeren Feuerwehreinsatz aus.
Die beschädigte Zugmaschine sackte ab, wodurch das angehängte und voll befüllte Güllefass beschädigt wurde: Rund 1.500 Liter Gülle sind aus dem Fass ausgelaufen. Die stinkende Brühe ergoss sich auf die Straße und drohte, in den Ramingbach zu rinnen.
Dann ging es schnell: Die alarmierten Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Kleinraming und Behamberg waren rasch zur Stelle. Sie dichteten die Kanalschächte der Umgebung mit Spezialabdeckungen ab, um zu verhindern, dass Gülle ins Wasser gelangt. Nur dem schnellen Eingreifen der Feuerwehr ist es zu verdanken, dass keine größere Umweltkatastrophe passiert ist.
Der Traktor stand aufgrund des fehlenden Hinterreifens manövrierunfähig auf der Landesstraße. Er musste mit einem Hebekissen angehoben und gesichert werden. Ein Mitarbeiter einer Fachfirma montierte ein Ersatzrad. Der Traktor konnte daraufhin die Stelle selbstständig verlassen. Das defekte Güllefass wurde von einem anderen Traktor aus dem Gefahrenbereich gebracht.
Für die Dauer des Einsatzes musste die Ramingtal-Landesstraße komplett gesperrt werden. Es wurde eine Umleitung eingerichtet. Weil nicht ausgeschlossen werden konnte, dass schon größere Mengen Gülle in das Kanalsystem gelangt sind, wurden auch der Reinhalteverband und der Betreiber der Kläranlage Steyr informiert. Beide machten sich direkt vor Ort ein Bild von der Lage.
Erst nachdem die Straße mit Wasser aus zwei Tanklöschfahrzeugen gründlich gereinigt worden war, konnte sie wieder für den Verkehr freigegeben werden. Nach rund dreieinhalb Stunden war der Einsatz für die Feuerwehren Behamberg und Kleinraming beendet.