16.000 Euro Parkstrafen: Jetzt sitzt Mutter in Haft

Patscherter gehts kaum: Noch als Fahrschülerin kaufte Angie F. ein 16 Jahre altes Auto. Dann trat sie nicht zur Lenkerprüfung an, bekam aber täglich Parkstrafen. Jetzt weint ein Kind um seine Mama.

Patscherter geht’s kaum: Noch als Fahrschülerin kaufte Angie F. ein 16 Jahre altes Auto. Dann trat sie nicht zur Lenkerprüfung an, bekam aber täglich Parkstrafen. Jetzt weint ein Kind um seine Mama.

Am 4. August wollte Angie F. (30) gerade ihren Sohn (4) in den Kindergarten bringen, da klopften drei Polizisten an ihrer Wohnung in Wien-Ottakring. Die allein erziehende Mutter wurde abgeführt – in "Ersatzarrest" wegen 16.000 Euro Parkstrafen. Jeder Tag hinter Gittern reduziert die Schuld um rund 100 Euro. Aber ein "Ersatzarrest" ist mit sechs Wochen am Stück begrenzt. Was bedeutet: Angies Sohn wird heuer noch öfter um seine Mama weinen.

Die verrückte Vorgeschichte: Die Wienerin ging 2013 gerade in die Fahrschule, als sie sich in einen BMW verliebte. Zwar 16 Jahre alt, aber spottbillig. Aus Geldmangel kam sie dann nicht bis zur Lenkerprüfung. Dafür zog der Wagen ohne Parkpickerl vor der Haustür Strafen magnetisch an. Was folgte, nennen Psychologen "Verdrängung": Wer sich jeden Monat vor den Fixkosten fürchtet, steckt den Kopf vor täglichen Organmandaten in den Sand.

Aber 16.000 Euro lassen sich nicht mehr verdrängen. Angies Seelenfreund Herbert B. weiß es: "Wenn sie mehrmals in Arrest muss, kann sie ihren Job, die Wohnung und sogar die Obsorge verlieren. Und das alles wegen Parkstrafen – warum wurde das Auto nicht einfach abgeschleppt?" Der Wiener bat den Bundespräsidenten und den Magistrat um Hilfe. Das Ergebnis: morgen in "Heute".

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