Nach der mutmaßlichen Vergewaltigung einer 16-Jährigen in Wien kommen nun neue Details zur Vergangenheit des Tatverdächtigen ans Licht. Der 21-jährige Syrer war bereits zuvor mit der Justiz in Konflikt geraten und wegen eines Sexualdelikts verurteilt worden. Aktuell hätte er wegen einer früheren Vergewaltigung im Gefängnis sitzen sollen. Doch es kam alles anders. Leidtragende ist einmal mehr eine unschuldige Minderjährige.
Das Opfer, eine 16-jährige Wienerin, wollte in der Nacht des 6. Juli laut Wiener Polizei mit der Nightline nach Hause fahren. Da der Akku ihres Handys leer war, konnte sie weder ihre Familie verständigen noch ein Taxi rufen.
In diesem Moment hielt ein dunkler BMW neben der Jugendlichen an. Am Steuer saß laut Polizei ein 21-jähriger Syrer, der ihr anbot, sie nach Hause zu bringen. Die 16-Jährige schöpfte keinen Verdacht und stieg in das Fahrzeug ein.
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Zunächst fuhr der Mann laut den Ermittlungen tatsächlich in Richtung der Wohnadresse des Mädchens. Im Bereich des Ölhafens Lobau soll er jedoch plötzlich die Route geändert haben. Dort soll der 21-Jährige die Jugendliche im Auto überwältigt und anschließend vergewaltigt haben. Danach brachte er sie laut Polizei nach Hause.
Durch die Auswertung von Videoaufnahmen konnten die Ermittler sowohl den dunklen BMW als auch den mutmaßlichen Täter ausforschen. Der 21-Jährige wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Wien festgenommen und befindet sich mittlerweile in einer Justizanstalt. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.
Der Syrer reiste laut vorliegenden Informationen im September 2018 nach Österreich ein und erhielt im Oktober 2018 Asyl – damals war Herbert Kickl Innenminister. Wie nun bekannt wird, war der Mann bereits vor einem Jahr wegen einer Vergewaltigung angezeigt worden.
Im Oktober 2025 nahm ihn die Polizei wegen des Übergriffs auf eine Frau fest. Rund zwei Wochen später wurde er allerdings wieder aus der Untersuchungshaft entlassen. Vor Gericht kassierte der Syrer im Dezember 2025 eine Verurteilung. Rechtskräftig wurde das Urteil allerdings erst rund sechs Monate später. Statt also in einer Zelle seine Strafe abzusitzen, soll er nun das nächste Opfer vergewaltigt haben.
Der aktuelle Fall dürfte nun auch Fragen nach dem Ablauf des Strafverfahrens aufwerfen. Mit einer früheren Vollstreckung der Strafe hätte die Vergewaltigung in der Wiener Lobau also mutmaßlich verhindert werden können. Ob und aus welchen rechtlichen Gründen sich der Strafantritt verzögerte, ist derzeit nicht bekannt.