16-Jähriger Auge ausgestochen – sie bettelte um Gnade

Tatort in Wien-Floridsdorf
Tatort in Wien-FloridsdorfPicturedesk
Völlig von Sinnen stach ein Schüler 50 Mal mit einem Messer auf ein Mädchen (17) ein. Sie überlebte wie durch ein Wunder, verlor aber ein Auge.

Prozess wegen Mordversuchs Montag am Landesgericht in Wien-Josefstadt: Ein Wiener (17) türkischer Herkunft soll am 27. Februar in Rage 50 Mal auf seine Ex-Freundin (16) eingestochen haben. 15 Stiche gingen direkt in ihr Gesicht, dem Mädchen wurde das rechte Auge ausgestochen. Nach dem Blutrausch rief die Schülerin noch selbst die Rettung, überlebte knapp. Drei Monate verbrachte sie im Krankenhaus, bis September war sie in der Reha-Klinik. 

Bewusstlos geschlagen

Das Mädchen hatte den Burschen bei einer Schulveranstaltung kennengelernt, es entwickelte sich eine Beziehung. Bald soll er ihr kurze Röcke und Kontakte zu Buben verboten haben, begann sie regelmäßig zu schlagen. Anfang Februar soll er sie in einem Park bewusstlos geprügelt haben. Dann kam es in der Wohnung des Mädchens in der Ödenburger Straße zur Bluttat. Die Eltern des Opfers waren nicht zu Hause. 

Am rechten Auge blind

Vor Gericht bekannte sich der Angeklagte am Montag schuldig, sprach sonst aber nicht viel. "Ich habe ihn angebettelt, dass er aufhören soll", sagte das Opfer aus. Sie sei "am rechten Auge blind", habe zwei versteifte Finger. Narben im Gesicht und an den Händen zeugen von der schrecklichen Gewaltorgie. Das Urteil für den 17-Jährigen: Zehn Jahre Haft, dazu eine Einweisung in eine Anstalt – noch nicht rechtskräftig.

Hilfe bei Gewalt

Hilfe bei Gewalt in der Beziehung bieten in Wien die Frauenhelpline bzw. der 24-Stunden Frauennotruf unter den Telefonnummern 0800 222 555 und 01 71 71 9.

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