Österreich

16-Jähriger bei Unfall getötet - Lenker verurteilt

Heute Redaktion
14.09.2021, 15:59

Ein tragischer Verkehrsunfall in Zederhaus im Lungau, bei dem im Juni 2011 ein 16-jähriger Einheimischer vom Wagen eines weitschichtig Verwandten überrollt und getötet worden war, war heute, Montag, Thema eines Prozesses am Landesgericht Salzburg. Der 33-jährige Autofahrer wurde wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten auf Bewährung nicht rechtskräftig verurteilt.

Ein tragischer Verkehrsunfall in Zederhaus im Lungau, bei dem im Juni 2011 ein 16-jähriger Einheimischer vom Wagen eines weitschichtig Verwandten überrollt und getötet worden war, war Thema eines Prozesses am Landesgericht Salzburg. Der 33-jährige Autofahrer wurde wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen zu einer Freiheitsstrafe von sieben Monaten auf Bewährung nicht rechtskräftig verurteilt.

Der alkoholisierte Lehrling war am 4. Juni gegen Mitternacht auf der Zederhauser Landesstraße bei starkem Regenfall zu Fuß nach Hause gegangen. Er stürzte und blieb auf der rechten Fahrbahnseite liegen. Der herannahende Autofahrer, der den Teenager übersehen hatte, war laut dem Gerichtsurteil für die damaligen Witterungsverhältnisse mit 68 bis 74 km/h zu schnell unterwegs. Angemessen wären 44 bis 54 km/h gewesen, erläuterte Richterin Gabriele Glatz.

Der Lenker habe zwar jedenfalls 0,5 Promille Alkohol im Blut gehabt, eine Alkoholisierung über 0,8 Promille sei aber nicht nachweisbar gewesen, sagte Glatz. Deshalb wurde die Alkoholisierung nicht als erschwerend gewertet. Die überhöhte Geschwindigkeit des Pkw-Lenkers war für das Gericht ausschlaggebend für den qualifizierten Tatbestand "besonders gefährliche Verhältnisse".

Der Angeklagte hatte das Urteil angenommen. Da aber der Staatsanwalt keine Erklärung abgegeben hat, ist der Schuldspruch nicht rechtskräftig.

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