Österreich

16-Jähriger fiel über 13-, 16- und 67-Jährige her

Heute Redaktion
14.09.2021, 03:11

Der Prozess gegen einen zum Tatzeitpunkt 16-jährigen mutmaßlichen Vergewaltiger fand am Freitag im Landesgericht Linz unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die Richterin verwies alle Zuschauer noch vor dem Anklagevortrag des Saales. Der Bursche soll eine 67-jährige Frau missbraucht haben, eine 16- und eine 13-Jährige entkamen ihm knapp.

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Die Staatsanwaltschaft beantragte neben Bestrafung auch eine Unterbringung in einer Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.

Der Prozess begann unter großem Medienandrang. Als der Bursche im Kapuzensweater von einem Justizwachebeamten in den Saal geführt wurde, wirkte er ruhig. Er versteckte sein Gesicht nicht vor den Kameras. Seine Eltern warteten allerdings vor dem Saal, bis die Fotografen und Kameraleute gegangen waren. Gleich zu Beginn stellte der Verteidiger den Antrag, die Öffentlichkeit auszuschließen. Die Richterin gab dem statt. Erst die Urteilsverkündung, die noch am Freitag erfolgen soll, wird wieder zugänglich sein.

Der Jugendliche soll von Juni bis September 2012 im Wasserwald, einem Linzer Naherholungsgebiet, versucht haben, Frauen zu missbrauchen. Eine 16-Jährige wehrte sich heftig und schlug ihn in die Flucht, eine 67-Jährige soll das nicht geschafft haben. Eine 13-Jährige soll der Bursche gewürgt, ihr das Telefon entrissen und befohlen haben, sich auszuziehen. Ein Passant trat dazwischen und verhinderte die Tat.

Die beiden Mädchen leiden unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. Ein Gutachten attestiert dem Beschuldigten eine hochgradig potenzielle Gefährlichkeit in Richtung Sexualdelikte. Eine Einweisung in eine Anstalt steht daher im Raum.

APA/red.

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