Sind der Stadt Kinder mehr wert, wenn sie einen Kindergarten besuchen, dessen Betreiber der SPÖ nahe steht? Diesen Eindruck kann man bekommen, wenn man sich den Kindergarten in der Bergheidengasse 4 in Hietzing ansieht.
Seit September 2006 führte dort der private Verein "Kinderzentrum Hietzing" eine Betreuungseinrichtung mit zwei Kindergruppen. Wegen finanzieller Probleme musste der Kindergarten Ende August seine Pforten schließen. Unter anderem deshalb, weil die Stadt eine Förderung für eine zusätzliche Krippengruppe in Höhe von 40.000 Euro ablehnte. Argument damals: Es wären lediglich 30.000 Euro möglich.
Resultat: Die SP-nahen Kinderfreunde übernahmen den Standort und suchten ebenfalls um Förderung an – der Akt liegt Heute vor. Und zwar über 60.000 sowie über 108.000 Euro Einmalsubvention. Dieses Geld wurde problemlos genehmigt.
FPÖ-Mandatar Günter Kasal: "Die Förderung an die Kinderfreunde ist mehr als das Vierfache dessen, was das Kinderzentrum zum Überleben benötigt hätte. Dieser Zwei-Klassen-Umgang mit Steuergeld zur Finanzierung roter Freunderln ist ein Skandal."