Weil ihr wegen Spielens mit dem Handy im Unterricht ein Klassenbucheintrag gedroht hatte, meinte eine 17-Jährige: „Eh wurscht, erschieße ich Euch halt.“ Jetzt musste der Teenager vor Gericht.
Anklage- statt Schulbank für eine 17-Jährige: Sie musste nun wegen gefährlicher Drohung und Körperverletzung in Krems vor Gericht.
Die damals 16-jährige Waldviertlerin hatte im Unterreicht wieder mal nicht aufgepasst und mit dem Handy gespielt. Die Lehrerin (45) drohte ihr mit einem erneuten Klassenbucheintrag (Anm.: Sie hatte bereits einige Einträge), der den Schulverweis bedeuten hätte können.
Die damals 16-Jährige sagte daraufhin: „Ist mir eh wurscht, dann gehe ich halt arbeiten, kaufe mir ein Gewehr und erschieße Euch dann alle“.
Beim Prozess schwächte die Angeklagte ab: „Es war ja nur Spaß, ich war immer der Klassenclown.“ Die Lehrerin im Zeugenstand energisch: „Das war sicher kein Spaß. Die Mitschüler sind zusammengezuckt, rissen die Augen auf und waren geschockt.“
Dass die 17-Jährige nicht gerade damenhaft reagiert, wenn ihr was gegen den Strich geht, untermauert der zweite Strafantrag wegen Körperverletzung: Eine 18-Jährige hatte sich in einem Lokal in ein Gespräch zwischen der Angeklagten und einem Bekannten eingemischt. In der Folge schlug die Angeklagte der Rivalin ein Glas auf den Kopf.
Das Urteil: Zwei Monate bedingte Haft plus Bewährungshilfe (nicht rechtskräftig) für die Jugendliche.