Mit jeweils ungewöhnlichen Maßnahmen hatten ein 16-Jähriger und eine 17-Jährige auf das Beziehungsaus reagiert: Der 16-Jährige wollte das Aus nicht wahrhaben und soll sie ständig kontaktiert haben. Die genervte 17-Jährige griff daraufhin laut Anklage zu einem harten und rechtswidrigen Mittel: Sie verschickte Nacktfotos ihres Verflossenen an gemeinsame Freunde und Bekannte.
Weiters soll sie gedroht haben, noch weitere Bilder zu verschicken, wenn er sich nicht vom gemeinsamen Freundeskreis fernhalten würde.
„Ich wollte mich ja von unserer Clique fernhalten, aber da waren die Bilder schon verschickt. Freunde haben mich informiert, dass ein Video von mir rumgeht. Jetzt kennt die Bilder eh schon jeder in der Gegend“, schilderte das Opfer beim Prozess in Krems, welches noch seufzend hinzufügte: „Ich habe jetzt kapiert, dass sie nichts mehr von mir will. Die Peinlichkeiten hätte sie mir aber ersparen können. Mit der Zeit wäre mir schon klar geworden, dass die Trennung endgültig ist.“
Die Beschuldigte zeigte beim Prozess Einsicht und entschuldigte sich beim Opfer. Das reumütige Geständnis brachte dem Teenager eine Diversion: Das Strafverfahren wurde für eine zweijährige Probezeit vorläufig eingestellt. Gibt es in der Probezeit keine strafrechtlich relevanten Vorkommnisse, wird das Verfahren wegen fortgesetzter Belästigung im Wege einer Telekommunikation oder eines Computersystems und Nötigung endgültig eingestellt.