Umstrittenes Projekt am Heumarkt verzögert sich

Heumarkt-Projekt: So soll das Areal des Eislaufvereins künftig aussehen.
Heumarkt-Projekt: So soll das Areal des Eislaufvereins künftig aussehen.Bild: keine Quellenangabe
Das umstrittene Hochhausprojekt beim Wiener Eislaufverein liegt auf Eis. Seit fünf Jahren liegen die Pläne am Tisch, der geplante Baustart 2019 wird sich nun weiter auf 2021 verzögern.
"Bei solch großen, komplexen Projekten stellt sich oft heraus, dass es doch etwas länger braucht", erklärte Daniela Enzi, Geschäftsführerin von Wertinvest, im "Kurier". "Für ein Projekt dieser Dimension sind wir ganz im Zeitrahmen. Im Juni 2017 haben wir mit der Vorentwurfsplanung begonnen, derzeit arbeiten wir an der Entwurfsplanung." Diese mit den vielen künftigen Nutzern des Areals abzustimmen, beanspruche eben Zeit, so Enzi weiter.

Die Neugestaltung betrifft eine Fläche von insgesamt 15.400 Quadratmetern. Neben der Neugestaltung des Wiener Eislaufvereins ist auch der Neubau des Hotel Intercontinental mit einem 66 Meter hohen Turm geplant.

Alle Details zu den aktuelle Plänen finden Sie hier.

Die neuerliche Verzögerung – Anfang des Jahres wurde der Baustart bereits um ein Jahr auf 2020 verschoben – habe nichts mit der Welterbe-Diskussion zu tun. Wie berichtet, droht der Wiener Innenstadt beim Bau des Hochhauses eine Entziehung des UNESCO-Weltkulturerbestatus. Im Juni 2019 soll darüber entschieden werden.

CommentCreated with Sketch.2 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Bereits im Februar 2017 liefen zahlreiche namhafte Künstler gegen die Pläne Sturm, forderten einen Stopp.

Grünen-Chefin Maria Vassilakou hatte – gegen einen Teil ihrer Partei – das Projekt verteidigt, wäre fast darüber gestolpert.

Sobald der Wiener Eislaufverein (WEV) im März 2021 seine Saison beendet, würden laut Enzi die Bauarbeiten starten. Damit könne der WEV ein weiteres Jahr auf dem derzeitigen Gelände bleiben, das dann zweieinhalb Jahre lang Baustelle bleiben wird. Das Hotel Intercontinental soll laut Enzi mit 31. Dezember 2020 seine Pforten schließen. Für die 250 Mitarbeiter wird ein Sozialplan geschnürt, heißt es. (ck)

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