17-Jähriger verdiente keine Aktien-Millionen

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Michael Douglas als legendärer Gordon Gekko scheffelte in den 80er Jahren an der Börse Millionen. Nun tut es ihm ein 17-Jähriger gleich: Mohammed Islam gilt als Börsenwunderkind und soll bereits 72 Millionen Dollar verdient haben.
Zu schön um wahr zu sein? Stimmt! Der 17-Jährige hatte die Geschichte einfach erfunden.

Bereits mit 9 Jahren soll er begonnen haben mit Aktien zu handeln. Er handelte in der Mittagspause seines Unterrichts und brachte es recht schnell auf das stattliche Vermögen von knapp 58 Millionen Euro. Sauer aufstoßen tut einigen seiner Altergenossen nur sein extravaganter Lebensstil: So soll er mit 400 Dollar teurem Kaviar um sich schmeissen, und auch sonst auf großem Fuß leben.

Er mietete angeblich ein Appartement in Manhattan, obwohl ihm seine Eltern verboten auszugehen. Auch einen Luxuswagen nennt er schon sein Eigen - und das ohne Führerschein. Seit einem jungen Alter hatte ich immer schon großes Interesse an Finanzen und dem Unternehmertum" sagt der 17-Jährige. Er kann sich vorstellen den Beruf "sein ganzes Leben zu verfolgen." Dies erzählte er zumindest der US-Presse.

Nun kam jedoch die Wahrheit ans Licht. Islam hatte mit den Millionen geprahlt - und als immer mehr nachfragten, musste er seine Lüge ausbauen. Auch in Medien-Interviews blieb er bei seiner Version. Doch als die Story weltweit Wellen schlug, stellte sich Islam noch einmal vor die Presse: "Es tut mir leid. Es ist nicht wahr". Die Story war ihm offenbar zu heiß geworden. Gänzlich fern von Aktiengeschäften ist er aber nicht - er hat Erfahrung mit einem Inverstment Club, in dem Börsengeschäfte simuliert werden. Hier soll er tatsächlich (virtuelle) Millionen eingenommen haben - was ihn zu der Lüge bewegte.
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