17 Monate altes Mädchen hat nach Wochen Corona besiegt

Primar Christian Dopler war einer der behandelnden Ärzte, sagt: "Der Zustand war sehr kritisch!"
Primar Christian Dopler war einer der behandelnden Ärzte, sagt: "Der Zustand war sehr kritisch!"Picturedesk, Oö. Gesundheitsholding
Das ist doch eine gute Nachricht zum Jahresstart: Das Baby, das wochenlang in Oberösterreich gegen Corona kämpfte, hat das Virus besiegt. 

Zum ersten Mal berichteten wir Mitte November über den tragischen Fall. Ein damals 15 Monate altes Mädchen musste mit schweren Corona-Symptomen auf die Intensivstation des Salzkammergut-Klinikums in Vöcklabruck verlegt werden.

Das Baby war nicht nur positiv auf Corona getestet worden, sondern hatte noch eine weitere Atemwegsinfektion, die vor allem bei Kleinkindern auftritt, erfuhren wir damals.

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.

Beide Infektionen führten dazu, dass sich der Zustand innerhalb von Tagen so verschlechterte, dass das Mädchen (15) in Lebensgefahr war. Primar Christian Dopler (45) sagt: "Der Zustand war äußerst kritisch. Die Lunge arbeitete nicht mehr."

Die Ärzte (insgesamt war ein Team von rund 15 Medizinern und Pflegepersonal im Einsatz) haben das Mädchen dann an eine Herz-Lungen-Maschine angeschlossen. "Über Schläuche läuft das Blut in eine Maschine, die es mit Sauerstoff anreichert. Dann fließt das Blut wieder zurück in den kleinen Körper", berichtet Primar Dopler.

Sinn dahinter: "So wird die Lunge entlastet, kann sich erholen", so der Arzt.

Wochenlanger Kampf

Wochenlang – auch über die Weihnachtsfeiertage – lag das Mädchen auf Intensiv des Kepler-Uniklinikums in Linz, wohin es zuvor verlegt worden war. Die Eltern mussten um das Leben ihrer kleinen Tochter bangen. Dann, Anfang Januar, die erste gute Nachricht: Das Mädchen konnte die Intensivstation verlassen.

Und jetzt, Mitte Januar, hat das Kind Corona endgültig besiegt. Wie uns eine Sprecherin des Uniklinikums bestätigt, liegt das Mädchen zwar noch auf der Normalstation, wird aber in der Corona-Statistik nicht mehr geführt.

So können wir unsere Kinder schützen

Von Primar Dopler wollten wir noch wissen, wie wir unsere Kinder vor Corona bzw. einem schweren Verlauf schützen können. Er sagt: "Direkt nicht, weil so kleine Kinder nicht geimpft werden können. Aber indirekt. Indem wir Erwachsene uns impfen. Und somit für ein sicheres Umfeld sorgen."

Deshalb sein dringender Appell: "Impfen gehen!"

Nav-Account ab Time| Akt:
Corona-ImpfungCorona-MutationCoronavirusSpitalKrankenhausOberösterreich

ThemaCreated with Sketch.Weiterlesen