Trotz Jobs zu wenig Geld zum Leben: Selbst ein Job ist heutzutage keine Garantie gegen Armut mehr, sagt Soziallandesrätin Karin Scheele. 67.000 (zwölf Prozent aller Erwerbstätigen) sind trotz Arbeit gefährdet. Der Trend vom Vollzeit- zum Teilzeitjob verschärft das Problem noch.
Die Zahl der armutsgefährdeten Niederösterreicher ist laut einer neuen Studie in den letzten Jahren zwar stabil geblieben. Für die Betroffenen - und derer gibt es viele - ist das freilich kein Trost:
Seit 2004 müssen konstant zwischen zehn und 13 Prozent der Landsleute mit einem Einkommen unterhalb der Armutsgefährdungsschwelle das Auslangen finden. Als kritisches Einkommen gelten für einen Ein-Personen-Haushalt 951 Euro netto. Pro weiterem Erwachsenen im Haushalt steigt der Wert um 475, pro Kind um 285 Euro.
2008 lagen 170.000 Menschen (10,9 Prozent) unter der Grenze, häufig Alleinerzieher, Pensionisten oder Personen mit niedrigem Schulabschluss.
Emanuel Lampert