18-Jährige fällt ins Koma und gebärt ein Kind

Ebony hatte ihre Schwangerschaft aufgrund einer angeborenen Fehlbildung nicht bemerkt.
Ebony hatte ihre Schwangerschaft aufgrund einer angeborenen Fehlbildung nicht bemerkt.Bild: imago stock & people

Als die 18-jährige Ebony ins Krankenhaus eingeliefert wird, weiß sie noch nicht, dass sie schwanger ist. Der Schreck folgt dann auf das Erwachen aus dem Koma.

Ebony Stevenson wurde aufgrund von epileptischen Anfällen und starken Kopfschmerzen ins Krankenhaus eingeliefert. Dort diagnostizierten die Ärzte eine sogenannte Präeklampsie, also eine Schwangerschaftsvergiftung. Nur: Ebony wusste gar nicht, dass sie schwanger war.

Die Ärzte mussten allerdings schnell handeln. So versetzten sie die junge Frau in eine Langzeitnarkose und führten einen Notkaiserschnitt durch. Hierbei wurde auch klar, wieso der Teenager von seiner Schwangerschaft nichts mitbekommen hatte. Ebony hatte laut dem "Independent" eine angeborene Fehlbildung, einen Uterus didelphys. Dies bedeutet, dass sie über zwei Gebärmütter verfügt.

"Ich bat sie, sie wegzunehmen"

Das Kind war im hinteren unbemerkt herangewachsen. Der vordere Uterus hatte jedoch weiterhin wie gewohnt eine Schleimhaut aufgebaut, weshalb Ebony weiterhin ihre Periode bekam. Auch war ihr niemals übel gewesen.

Die Präeklampsie ist eine Schwangerschaftserkrankung, bei der die Frau einen zu hohen Blutdruck (Hypertonie) hat und über ihren Harn zu viel Eiweiß ausscheidet. Sie tritt bei etwa 5% aller Schwangerschaften auf, bei späten Schwangerschaften über 35 Jahren etwas häufiger. Mögliche Komplikationen der Präeklampsie sind eine Eklampsie oder das HELLP-Syndrom, die für Mutter und Kind lebensbedrohlich sein können.

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Als die Patientin vier Tage später aufwachte, erfuhr sie zum ersten Mal, dass sie in der Zwischenzeit Mutter eines kleinen Mädchens geworden war. "Es klingt schrecklich, aber ich bat zunächst darum, sie wegzunehmen", sagt Ebony. Sie sei so durcheinander gewesen und habe geglaubt, dass den Ärzten ein Fehler unterlaufen sei.

Daher habe sie zu Beginn auch Angst gehabt, eine Bindung zum Baby aufzubauen. Mittlerweile freut sich die 18-Jährige aber über ihr Kind, das sie Elodie getauft hat. Sie will auch ihre Ausbildung fortsetzen.

(doz)

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