18-Jähriger wegen Terrorvideo angeklagt

Attentäter Brenton Tarrant inszenierte sein Blutbad live im Web – jetzt wird ein 18-Jähriger angklagt, weil er die Propaganda im Internet verbreitete.

17 Minuten lang streamte der Killer live bei Facebook seine Tat – mit dem Vorgehen wollte er möglichst viel Angst und Schrecken verbreiten, andere Rechtsextreme zu ähnlichen Taten motivieren.

"Lasst die Party beginnen", waren seine Worte zu Beginn des Videos – dann startete er sein Blutbad in der Al-Noor-Moschee.

Ein 18-Jähriger Australier verbreite nur kurz nach der Tat das Video im Web, er sitzt in Haft, wird jetzt im neuseeländischen Christchurch vor Gericht angeklagt.

Freilassung auf Kaution wurde abgelehnt



Der Teenager, dessen Name vom Richter nicht genannt wurde, ging aber noch viel weiter: Er veröffentlichte neben dem Video auch noch Fotos der Moschee mit dem Satz "Ziel erreicht"".

Bisher wird nicht davon ausgegangen, dass der junge Mann direkt in die Anschläge verwickelt ist. Richter Stephen O'Driscoll erklärte, dass eine Freilassung auf Kaution abgelehnt wurde, ihm drohen bis zu 14 Jahre Haft.

Opfer werden heute beigesetzt



Brenton Tarrant hatte am Freitag zwei Moscheen in Christchurch gestürmt und das Feuer auf die Gläubigen eröffnet. 50 Menschen starben, Dutzende wurden verletzt, bevor er festgenommen werden konnte. Heute sollen in Christchurch die Beisetzungen der Opfer beginnen, die ersten Leichen wurden den Familien übergeben. Im Islam ist es eigentlich üblich, die Toten innerhalb von 25 Stunden zu begraben.

(isa)

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