Österreich

18 Mal aus Wohnung geschossen: Jetzt spricht die Nac...

Heute Redaktion
14.09.2021, 01:06

Wild-West-Szenen in St. Pölten: Ein 72-Jähriger soll Stimmen vernommen haben, wonach ihn bewaffnete Personen bedrohen und schoss mit einem Gewehr durch die Wohnungstüre und das Fenster.

"Bumm, bumm und eine halbe Minute später wieder Schüsse. Es war schrecklich", schildert die allein lebende Nachbarin Darka M. (68) beim "Heute"-Lokalaugenschein in der Stoßgasse 9 in St. Pölten schockiert. Der 72-jährige Heinz V. hatte in der Nacht auf Dienstag aus dem Bett in seinem Apartment des Mehrparteienhauses mit einem Karabiner insgesamt neun Mal durch die geschlossene Wohnungstüre in den Gang und neun Mal durch das zugemachte Fenster in Richtung Dach des benachbarten Wohnhauses geschossen.

Der Grund? Er habe "Stimmen aus dem Internet gehört". Diese hätten ihm mitgeteilt, dass Personen mit Messern ihn vor der Wohnung bedrohen würden. Mehrere Nachbarn hörten die Schüsse und alarmierten die Polizei. Die Beamten trafen Heinz V. im Kellerbereich an, da hatte er das Gewehr noch im Anschlag. Erst nach Aufforderung legte er die Waffe ab, ließ sich dann widerstandslos festnehmen.

Der Sniper wurde aufgrund seines psychisch labilen Zustandes ins Landesklinikum Mauer eingeliefert und angezeigt. Dennoch hatte er fünf Langwaffen und eine Gaspistole legal besessen. Darka M., die nur einen Stock tiefer wohnt, zittert am ganzen Körper: "Ich hoffe, dass er nicht mehr zurückkommt."

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