Wirtschaft

18 Prozent der Lehrlinge fallen durch

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:01

In den letzten Jahrzehnten ist die Zahl der Erfolglosen unter den Lehrlingen konstant angestiegen: Von den 58.034 Lehrlingen, die im Jahr 2012 zur Abschlussprüfung antraten, fielen 10.399 durch.

Damit haben österreichweit 18 von 100 Lehrlingen die Prüfung nicht bestanden – das ist fast jeder Fünfte und ein neuer Höchststand seit 1970. 2012 lag die Erfolgsquote nur noch bei 82,1 Prozent. Im Jahr davor, 2011, war sie bei 82,5 Prozent gelegen.
Problematisch dabei: Von den über zehntausend Lehrlingen, die jährlich durchfallen, traten 2012 nur 4.386 zur Wiederholungsprüfung an. Damit warfen im Vorjahr rund sechstausend Lehrlinge das Handtuch und stehen letztlich ohne abgeschlossene Berufsausbildung da. Dazu kommen jene, die schon vor dem ersten Prüfungsantritt aufgaben. Insgesamt gab es bei 22 Lehrberufen eine Durchfallsrate von mehr als 30 Prozent, wie aus der Lehrabschlussprüfungsstatistik für 2012 hervorgeht.
Mehrere Branchen mit Problemen:

Kleine Gewerbe- und Handwerksbetriebe: 22 von 100 Prüflingen fielen durch.

Tourismusbranche: 27 von 100 fielen durch.

Banken und Versicherungen: 95,4 Prozent schaftten die Prüfung auf Anhieb. Bei der Lehre zu Bankkauffrau oder Bankkaufmann bestand nur jeder 30. nicht.

Industrie: 87,7 Prozent erfolgreiche Lehrlinge

Maler und Anstreicher: mehr als jeder Dritte fiel durch. Mit dieser Durchfallsquote von 38 Prozent zählt die Maler-und-Anstreicher-Lehre zu den Problemfällen.

Auch bei Elektroinstallationstechnik (32 Prozent), Kraftfahrzeugtechnik und Metalltechnik (je 25 Prozent) liegen die Durchfallsraten deutlich über dem Schnitt.

Köche: jeder Vierte fiel durch

Friseure: jeder Fünfte.



Die Jugendlichen, die eine Einzelhandelslehre absolvierten, schnitten hingegen gut ab: Nur jeder Achte schaffte die Prüfung nicht.

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