Oberösterreich

180.000 Euro Schaden: Jetzt klagt Firmenchef seine Bank

Der Ärger ist groß: Ein Unternehmer hat durch Hacker Zehntausende Euro verloren. Er fühlt sich von seiner Bank nicht unterstützt, klagt sie jetzt.
Oberösterreich Heute
14.09.2023, 16:32
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Ende Juni sollen sich die Cyber-Kriminellen mit den IP-Adressen von zwei Oberösterreichern Zutritt zum Konto des Firmenchefs verschafft haben. Sie tätigten insgesamt 17 Überweisungen nach Schweden, England, Frankreich und in die Schweiz. Der angerichtete Schaden: mehr als 184.000 Euro.

Der Betrogene sagt, er sei nicht gewarnt worden, habe am nächsten Tag den Schaden bemerkt und sofort versucht, seinen Bankbetreuer zu erreichen. Das gelang aber den ganzen Tag nicht. Bei der Hotline der Bank sei ihm ein Rückruf versprochen worden, der nicht erfolgte.

Stattdessen rief ihn eine, wie sich erst später herausstellte, Betrügerin an. Sie gab sich als Bankmitarbeiterin aus. Kurz darauf sei auch ein Betrag, der zurücküberwiesen worden war, weg gewesen, so das Opfer.

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Erst gegen Abend habe er in Linz eine Angestellte mit dem Problem konfrontieren können, berichtet der Mann. Seiner Meinung nach habe man ihn im Stich gelassen: "Bei anderen Banken bekomme ich bei verdächtigen Kontobewegungen sofort eine Warnung", sagt er im Gespräch mit den "Oberösterreichischen Nachrichten".

„"Bei anderen Banken bekomme ich bei verdächtigen Kontobewegungen sofort eine Warnung" Der verärgerte Kunde“

Es sei nicht nur der Schaden, der ihn ärgere, erklärt der Unternehmer. "Es ist auch das Verhalten meiner Bank."

Institut verweist auf andere Banken

Das kritisierte Geldinstitut schreibt, es bedauere, dass der Kunde gehackt worden sei. Man habe aber umgehend alle Schritte unternommen, um den Schaden zu minimieren. Der Betroffene müsse das Geld direkt von den Empfängerbanken zurückfordern.

Die Bank wirft dem Firmenchef Fahrlässigkeit vor. Entweder habe dieser den Tätern seine Zugangsdaten übermittelt, oder die Gauner hätten sie von einem mangelhaft geschützten PC oder Handy. Das wiederum weist der Geschädigte zurück und verweist auf ein Gutachten, wonach seine Geräte sicher gewesen seien.

Staatsanwaltschaft eingeschaltet

Das Angebot des Instituts, zehn Prozent des Schadens zu übernehmen, lehnt er ab. Er hat eine Zivilklage eingereicht und die Staatsanwaltschaft aufgefordert, tätig zu werden. Die Polizei habe ihm mitgeteilt, dass er ich nicht der erste Kunde der Bank sei, dem das passiert ist.

"55.000 Euro Strafe" – Warnung vor Betrug

Achtung, Falle! Aktuell wird an viele Menschen ein Betrugs-Mail, das vermeintlich von Europol stammt, geschickt. Die Polizei warnt jetzt eindringlich vor diesem fiesen Trick.

In dem Schreiben wird dem Empfänger vorgeworfen, dass er sich im Internet Kinderpornografie angesehen habe. Außerdem heißt es, dass die Spur über einen beschlagnahmten Computer aufgenommen worden sei. Konkret drohen die Täter mit einer Geldstrafe von 55.000 Euro.

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