Der junge Unternehmer Zain Javaid aus San Francisco hat mit seinem Startup Ghost eine neuartige Hardware für künstliche Intelligenz entwickelt. Das Besondere: Der Computer namens Core führt alle KI-Berechnungen lokal aus, ganz ohne Rechenzentren oder Cloud-Dienste.
Für sein Vorhaben sammelte das Unternehmen elf Millionen US-Dollar an Startkapital ein. Unter den Investoren ist auch die bekannte Wagniskapitalfirma Andreessen Horowitz.
Das Gerät wird ohne Bildschirm, Maus oder Tastatur ausgeliefert, wie es bei t3n unter Berufung auf TechCrunch heißt. Die Steuerung erfolgt komplett über eine Smartphone-App. Darüber können Nutzer mit den KI-Agenten kommunizieren und ihnen Aufgaben geben.
Unter der Haube steckt ordentlich Leistung: ein AMD-Prozessor mit sechs Kernen, eine Nvidia-Grafikkarte der RTX-Pro-Serie und 64 Gigabyte Arbeitsspeicher. Dazu kommt eine SSD mit einem Terabyte Speicherplatz für die KI-Modelle.
Ein wichtiges Argument für den Core ist der Datenschutz. Weil alle Berechnungen auf dem Gerät selbst stattfinden, müssen sensible Daten wie Gesundheitswerte oder Informationen aus dem Smart Home das Haus nicht verlassen.
Der Computer ist nicht an ein bestimmtes KI-System gebunden. Ab Werk sind offene Sprachmodelle wie Qwen und Gemma installiert. Weitere Modelle können über Plattformen wie Hugging Face heruntergeladen werden.
"Wir bauen dieses Gerät so, dass es nicht davon abhängig ist, dass eine externe Instanz den Dienst aufrechterhält", erklärt Gründer Javaid. Updates für neue Modelle sollen automatisch eingespielt werden.