Am Mittwoch ist es zu zwei Chlorgasunfällen gekommen. Eine Reinigungskraft im Burgenland und der Mitarbeiter eines Müllentsorgungsbetriebs in Salzburg atmeten Chlorgas ein, beide landeten im Krankenhaus.
Bei Reinigungsarbeiten im Hallenbad Neusiedl am See hat eine 35-jährige Burgenländerin Mittwochvormittag eine Chlorgasvergiftung erlitten. Die Frau war gegen 9.00 Uhr mit anderen Putzkräften damit beschäftigt, die Nassräume beziehungsweise den Duschbereich zu desinfizieren. Dabei hantierte sie mit Chlor-Granulat und dürfte Chlorgas eingeatmet haben.
Der 35-Jährigen wurde es schlecht, sie ging nach draußen, um sich zu erholen. Wieder zurück im Gebäude, wurde sie im Aufenthaltsraum ohnmächtig. Der Notarzt stellte eine Chlorgasvergiftung fest, die Burgenländerin wurde ins Krankenhaus Kittsee gebracht. Zur Klärung der Umstände wurde das Arbeitsinspektorat eingeschaltet.
Ähnlich erging es am Nachmittag dem Mitarbeiter eines Müllentsorgungsbetriebs in St. Johann im Pongau in Salzburg. Bei der Entsorgung mehrerer Plastikbehälter mit Chlormittel für das Hotelschwimmbad trat Chlorgas aus. Der 62-Jährige atmete die Gase ein. Er hatte die Behälter zum Wiegen auf eine Waage gestellt, dabei dürfte sich einer der Deckel geöffnet haben.
Der Mann flüchtete sofort vom Unfallort und rief Hilfe herbei. Er wurde vom Notarzt versorgt und ins Krankenhaus Schwarzach eingeliefert. Eine Gefahr für die Umwelt oder weitere Personen bestand nicht.