2 Polit-Rabauken entscheiden über unsere Währung

Bild: epa/Reuters

Schwer zu glauben - aber nach der Wahl ist die Lage für Griechenland noch aussichtsloser als zuvor. Die Befürworter des Sparprogrammes haben hauchdünn keine Mehrheit im Parlament. Das Drama in Zahlen: Nur 149 der 300 Sitze im Parlament gehen an die gemäßigten Sozialisten (PASOK) und die konservative Nea Dimokratia (ND).

Schwer zu glauben – aber nach der Wahl ist die Lage für Griechenland noch aussichtsloser als zuvor. Die Befürworter des Sparprogrammes haben hauchdünn keine Mehrheit im Parlament. Das Drama in Zahlen: Nur 149 der 300 Sitze im Parlament gehen an die gemäßigten Sozialisten (PASOK) und die konservative Nea Dimokratia (ND).

Das sind zwei Sitze zu wenig für die Mehrheit. PASOK und ND sind nun auf die Kooperation der Rechts- und Linkspopulisten angewiesen. Das "Bündnis der Radikalen Linken" (Syriza) um den charismatischen Parteichef Alexis Tsipras erreichte mit 16,8 Prozent Platz zwei. Die Rechtsextremen der Partei "Goldene Morgenröte" schafften mit 21 Sitzen den Einzug ins Parlament – damit sind erstmals seit 40 Jahren Faschisten vertreten.

Wahlsieger und ND-Chef Antonis Samaras hat jetzt nur drei Tage Zeit, um eine Regierung zu bilden. Dann liegt der Ball schon bei der linken Syriza, die gegen den Sparkurs wettert. Gibt es wieder kein Ergebnis, ist die drittplatzierte PASOK am Zug. Geplante Sparmaßnahmen, ohne die das Land kein frisches Geld bekommt, liegen auf Eis – der Staatsbankrott droht, Neuwahlen sind möglich.

Und genau davor zittern jetzt die Staatschefs und Wirtschaftsbosse in der EU. Denn die Wahlergebnisse erhöhen laut Experten die Chance, dass Griechenland die Eurozone verlässt. US-Ökonom Nouriel Roubini: "Es  bedeutet Chaos".

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