Wüste Szenen dürften sich der Polizei zufolge in der Nacht auf Sonntag in der Salzburger Altstadt abgespielt haben. Laut Exekutive kam es in einem Lokal am Rudolfskai, der zentralen Fortgehmeile, zu einer üblen Massenschlägerei mit 15 bis 20 Beteiligten Personen. Eine Gruppe Fußballfans soll "wahllos", so die Polizei, auf Lokal-Gäste losgegangen sein. Auch Türsteher waren beteiligt, Gläser und Barhocker wurden geworfen.
Die Schlägerei soll sich in weiterer Folge vor das Lokal verlagert haben. Mehrere beteiligte als auch unbeteiligte Personen wurden teils schwer verletzt. Beim Eintreffen der Polizei ergriffen einige die Flucht. Zumindest fünf Personen wurden mit Verletzungen unbestimmten Grades in die umliegenden Krankenhäuser eingeliefert. Die polizeilichen Erhebungen laufen.
Bei den Vorkommnissen gibt es jedoch noch einige offene Fragen und auch Ungereimtheiten. So soll es sich der "Kronen Zeitung" zufolge um Anhänger des SV Austria Salzburg gehandelt haben. Doch: An jenem Tag haben sich keinerlei rivalisierenden Gruppen in der Stadt aufgehalten. Außerdem hat der Verein kurz zuvor sein Spiel fulminant mit 4:0 gewonnen und so die Tabellenführung ausgebaut. Die Stimmung dürfte entsprechend gut gewesen sein.
Insidern zufolge dürften zwar tatsächlich Personen aus der Fanszene involviert gewesen sein. Die Auseinandersetzung hatte jedoch keinerlei Fußballhintergrund. Die Fans sollen demnach nicht Auslöser, sondern Opfer von Angriffen mit Schlagringen und Teleskopschlagstöcken geworden sein.
Diese hoffen nun, mittels Videoaufzeichnungen aus Überwachungskameras den wahren Hergang beweisen zu können. Bekanntlich sind die Anhänger angesichts der Stadion-Problematik und dem Cup-Duell mit Red Bull Salzburg derzeit um ein besonders positives Bild in der Öffentlichkeit bemüht.