Mit Omikron als dominanter Corona-Variante explodieren die Fallzahlen. Ein Jänner-Lockdown droht. Die Regierung berät mit Experten und hält sich bedeckt. Die Lage sei "schwer abschätzbar", hieß es nach der Gecko-Sitzung am Dienstag. Dass Maßnahmen kommen, ist aber fix.
Mehr als ein Fünftel der Bürger könnte sich binnen kurzer Zeit gleichzeitig infizieren, so ein vom Complexity Science Hub (CSH) gezeichnetes Strategiepapier – das würde einen massenhaften Ausfall von Arbeitskräften bedeuten.
Neue Maßnahmen, etwa ein Lockdown für alle, könnten ein unkontrolliertes Anwachsen der Fälle samt System-Kollaps noch aufhalten, so Experten. Die Zeit, Omikron zu stoppen, habe man verstreichen lassen.
Das CSH fordert daher eine schnelle Entscheidung der Regierung, ob eine Durchseuchung langsam oder ungebremst erfolgen solle – Letzteres wäre aber riskant.
Türkis-Grün will sich erst am Donnerstag nach dem großen Gipfel mit den Bundesländern äußern. Man habe aber bereits "harte Maßnahmen installiert" beteuerte Gesundheitsminister Mückstein.
Burgenlands Landeschef präsentiert am Mittwoch (10.30 Uhr) in Eisenstadt einen 3-Punkte-Plan zur Eindämmung von Omikron. Der Schutz der kritischen Infrastruktur steht im Fokus. Doskozil will seine Regelungen mittels eigener Verordnung erlassen. Gültigkeit: vorerst 4 Wochen ab 10.1. Ein enges Testregime wird kommen. Und in Wien überlegt Bürgermeister Ludwig eine Verschärfung der Maskenpflicht und ein Verbot größerer Events.