20 Tiere geschächtet ohne Bewilligung: Freispruch

Schafe wurden ohne Betäubung getötet.
Schafe wurden ohne Betäubung getötet.Bild: iStock
20 Schafe hatte ein gebürtiger Türke fürs islamische Opferfest 2016 und 2017 geschächtet. Nur: Die Behörde wusste von nichts, er wurde angezeigt, musste vor Gericht.
Laut Anklage hatte der Österreicher im Jahr 2016 und 2017 im Waldviertel je zehn Schafe roh misshandelt und ihnen unnötige Qualen zugefügt, indem er die Tiere mit einem Schächtschnitt schlachtete, ohne sie vor beziehungsweise unmittelbar nach dem Schnitt zu betäuben und sie ausbluten ließ. Eine Bewilligung der zuständigen BH Gmünd war nicht vorhanden.

Somit musste der dreifache Vater am Montag in Krems auf die Anklagebank. Der gebürtige Türke versicherte, die Tiere rituell fürs Opferfest geschlachtet zu haben.

Nur Verwaltungsstrafe

Die Richterin sprach den 36-Jährigen vom Vergehen der Tierquälerei frei. Sie stützte sich dabei auf ein OGH-Urteil, dass das Schächten nicht strafrechtlich relevant sei, sondern lediglich eine Verwaltungsübertretung darstelle. Somit erwartet den Mann nur eine Geldstrafe von der zuständigen Bezirkshauptmannschaft. Das Urteil ist nicht rechtskräftig. (Lie)



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