20 Schafe tot: Suche nach wildem Bär in Tirol läuft

Bären-Alarm im Tirol! Im Almgebiet zwischen dem Sellraintal und dem Inntal wurden 20 Schafe gerissen. Für Wanderer besteht keine Gefahr.
„Die unsystematische Vorgangsweise und das Bild, das die Risse zeigen, deuten auf einen Bären hin. Bislang wurden uns allerdings keine Sichtungen gemeldet", erläutert Martin Janovsky, Beauftragter des Landes für große Beutegreifer. Das weise darauf hin, dass es sich – falls wirklich ein Bär in der Gegend ist – eher um ein scheues Tier handeln dürfte.



Die Experten der Landesveterinärdirektion sind derzeit vor Ort im betroffenen Almgebiet, um die Situation abzuklären. Auch Wildkameras wurden bereits aufgestellt. Die von den toten Schafen genommenen Proben wurden bereits zur DNA-Analyse eingeschickt. Die Tierhalter und die Jägerschaft werden gebeten, aufmerksam zu sein und Beobachtungen an die zuständige Bezirkshauptmannschaft Innsbruck zu melden.

Unmittelbare Gefahr für Wanderer besteht nicht. Es wird jedoch empfohlen, sich an offizielle Wanderwege zu halten und sich allenfalls durch Reden oder Singen bemerkbar zu machen. Das Liegenlassen von Lebensmitteln oder gar das Füttern ist zu unterlassen. Wer einen Bären sieht, sollte durch lautes Reden auf sich aufmerksam machen.

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Große Verunsicherung gibt es bei den Schafbesitzern, die ihre Tiere im betroffenen Almgebiet haben. Wer seine Schafe aber vorsichtshalber abtreibt, kann beim Land Tirol um eine Erstattung der Futterkosten am Heimbetrieb ansuchen. Auch für die verursachten Schäden gibt es eine Entschädigungsregelung.

Hier wird derzeit nach dem Bären gesucht:



(jd)

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