200 Festnahmen, ein Toter bei Protesten in der Türkei

Mehrere hundert Demonstranten wollten trotz Verbots am 1. Mai auf den Taksim-Platz marschieren. 200 wurden festgenommen, eine Person starb.

Seit den Gezi-Unruhen im Sommer 2013 sind keine Proteste am Taksim-Platz mehr erlaubt. Am 1. Mai wurde der Platz komplett mit Gittern abgeriegelt, die Straßen weitläufig gesperrt.

Trotzdem versuchten mehrere hundert Demonstranten am Montag zum Platz zu marschieren. "Lang lebe der 1. Mai. Nein zum Diktator!" stand auf ihren Transparenten. Ihnen gegenüber standen rund 30.000 Sicherheitskräfte gegenüber.

Ein Toter

Die Demonstranten wurden von der Polizei mit Tränengas und Gummigeschossen abgewehrt. Auch Wasserwerfer und Busse für den Gefangenentransport standen bereit. 200 Personen wurden festgenommen. Ein Mensch kam bei einem Unfall durch einen Wasserwerfer ums Leben.

Tausende bei Kundgebung

Die offizielle Kundgebung zum 1. Mai fand nahe dem Atatürk-Flughafen statt, mehrere tausend Menschen nahmen teil.

Auch in Ankara versammelten sich rund 6.000 Menschen zu einer Mai-Kundgebung, wobei die Menge Buchstaben in die Höhe hielt, die in Anspielung auf das Verfassungsreferendum das Wort "Hayir" (Nein) bildeten. Zudem gab es Banner mit der Aufschrift "Nein heißt Nein". (csc)

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