200 Kilo Sprengstoff putzen Brücke weg!

Ein ohrenbetäubender Knall bedeutete Sonntagfrüh um 6.34 Uhr das Ende der ersten Hälfte der Autobahnbrücke über die Traun zwischen den A1-Anschlussstellen Regau und Steyrermühl. Das Bauwerk hatte nach 50-jähriger Bestandszeit seine technische Lebensdauer erreicht. Teil zwei soll in einem Jahr gesprengt werden.

900 Sprenglöcher mit einem Durchmesser von 35 bis 45 Millimeter mussten in den Brückenbogen der Richtungsfahrbahn Salzburg gebohrt, 800 Meter Sprengkabel verlegt werden - erst dann konnte Sprengmeister Franz Schuster am Sonntagmorgen mit rund halbstüdiger Verspätung sein eigentliches Werk vollenden: Er ließ mit einem lauten Knall das 50 Jahre alte Bauwerk in sich zusammensacken. 200 Kilogramm Sprengstoff versenkten binnen Sekunden die 11,50 Meter breite, 240 Meter lange Brückenhälfte im Flussbett der Traun. Nun wird das alte Material aus den Fluten geborgen, aufbereitet und beim Bau der neuen, auf 12,75 Meter verbreiterten Autobahnbrücke wiederverwendet.
Angesichts des gestiegenen Verkehrsaufkommens war diese Maßnahme unumgänglich, erklärt Gernot Brandtner von der ASFINAG. Die neue Brücke soll zudem das Unfallrisiko senken. Zu Spitzenzeiten befuhren bis zu 60.000 Fahrzeuge pro Tag diesen Bereich der A1. Bis Ende Juli 2011 wird die Brücke nun komplett neu aufgebaut. Danach soll die Richtungsfahrbahn Wien abgetragen und auch dieser Brückenbogen gesprengt werden.Gerald Winterleitner

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