2.000 Arbeitslose mehr innerhalb nur einer Woche

Arbeitsministerin Christine Aschbacher stellte am Dienstag die Arbeitsmarktsituation vor.
Arbeitsministerin Christine Aschbacher stellte am Dienstag die Arbeitsmarktsituation vor.picturedesk.com
Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) nahm Dienstag zur Arbeitsmarkt-Situation in Österreich Stellung. Die Arbeitslosenzahlen steigen wieder.

405.575 Arbeitslose zählt Österreich aktuell beim Arbeitsmarktservice (AMS). Das sind um rund 74.000 Menschen ohne Job mehr, als noch vor einem Jahr. Besorgniserregend: Innerhalb nur einer Woche ist die Zahl im 2.177 Arbeitslose angestiegen, die Wochen zuvor gab es keinen Anstieg. 290.696 Personen befinden sich aktuell zudem in Kurzarbeit, das sind wiederum um 5.790 weniger als vor einer Woche. Von den 405.575 Arbeitslosen befinden sich 60.307 Personen in Schulungen.

Von einem "herausfordernden" Herbst und Winter sprach Arbeitsministerin Abschbacher, saisonale Effekte seien "noch nicht in dem Ausmaß wie erwartet" eingetreten. Die Regierung habe jedoch "einen vollgepackten, arbeitsmarktpolitischen Instrumentenkoffer". Die zwei wesentlichsten Programme davon seien der Start der Corona-Kurzarbeit in die Phase 3 und mit der Job-Offensive in Corona-Zeiten das "größte Aus- und Weiterbildungsprogramm in der Geschichte der Zweiten Republik". 

Im Einzelfall Kurzarbeit bis 10 Prozent

Ab 2. Oktober könne man Anträge auf die dritte Phase der Kurzarbeit beim AMS stellen, die Phase laufe dann von Oktober 2020 bis März 2021. Eine Arbeitszeit von 30 bis 80 Prozent sei dabei einzureichen, auf einen Durchrechnungszeitraum mit Einzelfallprüfung sei aber auch die Unterschreitung der Mindestkurzarbeit von 30 Prozent bis auf 10 Prozent möglich. Derzeit käme es am stärksten in der Warenherstellung mit 130.000 Betroffenen zu Kurzarbeit.

Bei der Job-Offensive nehmen man laut Aschbacher über die kommenden Jahre rund 700 Millionen Euro in die Hand, um 100.000 Menschen "weiterzuqualifizieren". Die Mittel werden ab Oktober bereitgestellt, noch 2020 sollen 15.000 Menschen davon profitieren. Ziel sei es, "das Bestmögliche jetzt zu tun, möglichst viele Menschen in Beschäftigung zu bringen". Willkommen seien Stiftungen, bei denen auch regional Mitarbeiter von insolventen Unternehmen aufgefangen werden könnten.

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