Mitten in Graz tauchten am Mittwochmorgen gefälschte FPÖ und ÖVP Wahlplakate in mehreren offiziellen Werbetafeln auf. In den Sujets wurde die freiheitliche Partei "massiv" in NS-Nähe gerückt.
Zu sehen, darauf war etwa FPÖ-Chef Herbert Kickl, der auf das Volk herabblickt, mit der Aufschrift "Ein Volk. Ein Kanzler", weiter im Hintergrund sind Hakenkreuze zu sehen. Auf einem anderen Plakat standen Kinder mit ausgestrecktem rechtem Arm vor einem Banner mit der Aufschrift "Remigration jetzt!", links und rechts davon erneut Nazi-Symbole. Nehammer wurde zudem neben Dollfuß porträtiert – "Heute" berichtete.
Die FPÖ Steiermark verurteile die "antidemokratische und hetzerische Kampagne" und schaltete ihre rechtliche Vertretung ein. Diese öffentliche Verbreitung der Plakate ist jedoch mehr als nur ein krimineller Akt, schrieb FPÖ-Landesparteisekretär Stefan Hermann am Freitag in einer Aussendung.
"Es handelt sich dabei um einen Anschlag auf unsere Demokratie, eine Verharmlosung des Nationalsozialismus und übelste Volksverhetzung", betonte er.
Deshalb wolle man jetzt neben der bereits erfolgten Anzeige auch selbst "alle Hebel" in Bewegung setzen und die Polizei bei der Ausforschung der Täter unterstützen. "Aus diesem Grund hat sich die FPÖ Steiermark entschlossen, eine Prämie in der Höhe von 2.000 Euro für sachdienliche Hinweise an die Polizei, die zur Ergreifung der Täter führen, auszuloben", erklärte Hermann.
Das bedeutet, wer Tipps und Informationen für die Polizei hat, die zur Überführung der unbekannten Täter beitragen, bekommt 2.000 Euro.
"Wir hoffen, dass die ausgelobte Prämie zum gewünschten Erfolg führt und die Täter bald ihrer gerechten Strafe zugeführt werden können. Darüber hinaus setzen wir natürlich vollstes Vertrauen in die Ermittlungsbehörden, die die Brisanz der Lage ebenfalls erkannt und bereits mit umfassenden Nachforschungen begonnen haben", so der Freiheitliche.