2016 meiste Terror-Tote in Europa seit 2002

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sorgte um einen Zuwachs der Terror-Toten im Irak.
Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) sorgte um einen Zuwachs der Terror-Toten im Irak.Bild: picturedesk.com
Global gesehen sinken die Opferzahlen bei Terroranschlägen, doch in Europa brachte das vergangene Jahr den höchsten Wert seit 2002.

2016 starben 25.673 Menschen bei terroristischen Anschlägen. Das geht aus dem Global Terrorism Index des Institute for Economics and Peace (IEP) in London hervor.

Diese Zahl markiert einen Rückgang von 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und 22 Prozent gegenüber 2014. Die letzten Erfolge gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS), beispielsweise Rückeroberungen besetzter Städte, wertet das IEP als Wendepunkt im Kampf gegen den islamischen Terror.

Bilanz in Europa steigend

Die Situation hat sich in Europa entgegen dem weltweiten Trend entwickelt. Mit 826 Opfern im Jahr 2016 wurde der höchste Wert seit dem Jahr 2002 erreicht. Das Institut rechnet aber 2017 wieder mit einem Rückgang, weil es immer besser gelingt, Anschläge zu vereiteln. Allerdings bereiten Attentate Probleme, die mit alltäglichen Mitteln wie Autos durchgeführt werden.

Hotspots in Afrika und Asien

Die meisten Terrortoten gab es in Afrika, dem Nahen Osten und Asien. Doch auch dort sanken die Opferzahlen in den stark betroffenen Ländern teilweise dramatisch. Spitzenreiter war Nigeria mit einem Rückgang von 80 Prozent. Als Grund geben die Spezialisten das Vorgehen gegen die Terrormiliz Boko Haram an.

Auch in Pakistan, Syrien und Afghanistan ist die Entwicklung erfreulich. Der IS trieb aber weiterhin sein Unwesen im Irak. Dort stieg die Opferzahl um 40 Prozent auf 9.765.

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(lu)

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