2018 gab es so wenig Verkehrstote wie noch nie

Genau 400 Menschen sind im Jahr 2018 auf Österreichs Straßen ums Leben gekommen. Die Zahl war nie niedriger.

Mit genau 400 Verkehrstoten starben im Jahr 2018 so wenig Menschen wie noch nie auf Österreichs Straßen. Es ist die niedrigste Zahl seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950 und um 3,4 Prozent (14 Personen) weniger als 2017.

In den meisten Bundesländern ist die Zahl gesunken, in Vorarlberg, Tirol, Oberösterreich und auch Niederösterreich gab es allerdings wieder mehr Tote als im Jahr 2017.

Unachtsamkeit und Ablenkung gelten als Hauptursache von tödlichen Unfällen (29 Prozent). Mit 24,4 Prozent ist aber auch eine nicht angepasste Fahrgeschwindigkeit ein großer Faktor. Vorrangverletzungen waren in 16,6 Prozent der tödlichen Unfälle die Ursache.

Assistenzzsysteme wie Notbremssysteme, Spurhalte-Assistenten, Abstandsregelgungen oder Müdigkeitswarner können hier viel bewirken, meint der ÖAMTC-Verkehrsexperte David Nose.

Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) hat sich angesichts der neuen Zahlen ein klares Ziel gesetzt: "Keine Toten im Straßenverkehr." Dazu werde jeder zweite Euro, den die Asfinag investiert, für die Verkehrssicherheit ausgegeben - 500 Millionen Euro jedes Jahr.

Auch Innenminister Kickl (FPÖ) findet den Rückgang der Todesopfer erfreulich, aber: "Jedes ist eines zu viel und jeder schwere Verkehrsunfall ist mit viel Leid für die Opfer und deren Angehörige verbunden", sagte er.

'Früher war alles viel schlimmer' - das kann man mit gutem Gewissen über die Verkehrsstatistik sagen. Das schwärzeste Jahr der Unfallstatistik war 1972: Es gab 2.948 Tote.

Und das, obwohl es "nur" 2,5 Millionen zugelassene Fahrzeuge gab. Heutzutage sind es 6,9 Millionen. Meilensteine wie die allgemeine Gurtpflicht, das Alko-Limit und die Geschwindigkeitsbeschränkung auf Freilandstraßen haben wesentlich zum Rückgang von Verkehrstoten beigetragen.

Das Österreichische Verkehrssicherheitsprogramm ist mit seiner Zielsetzung übrigens ein bisschen realistischer als der Verkehrsminister: Bis 2020 will man die Zahl der Verkehrstoten auf 311 Opfer reduzieren.

Die meisten Verkehrstoten gab es in Niederösterreich mit 99 Verstorbenen. Am wenigsten Menschen starben im Burgenland (13). Insgesamt elf Menschen verunglückten auf Bahnübergängen, sieben starben als Fußgänger auf einem Schutzweg.

Das Ranking:

Niederösterreich: 99

Oberösterreich: 96

Steiermark: 67

Tirol: 36

Kärnten: 30

Salzburg: 26

Vorarlberg: 17

Wien: 16

Burgeland: 13 (red)

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