2019 setzt die österreichische Polizei verstärkt auf Videobeweise: Die Exekutive wird künftig einfacher Zugriff auf Material aus öffentlichen und privaten Überwachungskameras bekommen und insgesamt 360 sogenannte Bodycams werden an die Landespolizeidirektionen ausgeliefert. Diese kleinen Kameras können Polizisten an ihren Uniformen befestigen und mit ihnen Amtshandlungen filmen. Das Innenministerium erhofft sich nicht nur die Verwendung des Materials als Beweismittel, sondern auch eine deeskalierende Wirkung.
Reiter traben ab Mai los
Ab Mai werden in Wien die ersten Einsätze der berittenen Polizei stattfinden. 16 Beamte werden dafür von fünf Ausbildern trainiert, 12 Einsatzpferde scharren bereits mit den Hufen. Die ersten Streifen sollen auf der Donauinsel und im Prater durchgeführt werden.
Bis Ende 2019 soll auch die Auslieferung der insgesamt 6.990 neuen Steyr-AUG-Sturmgewehre abgeschlossen sein. Damit soll in jedem Streifenwagen ein Gewehr in einer verschließbaren Lade im Kofferraum aufliegen. Eine Änderung gibt es auch bei der Ausbildung für Kriminalbeamte: Diese soll erstmals seit 2005 wieder in einem eigenen Kurs mit theoretischen Schulungen und Praxistrainings durchgeführt werden.
Neue Rahmenbedingungen für Aufnahme als Polizeischüler
Bei der Aufnahmeprüfung für Polizeischüler entfällt ab 1. Jänner der 3.000-Meter-Lauf und der Schwimmtest. Die Prüfung wird künftig an zwei Tagen durchgeführt und enthält neben einem vier Stunden langen Computertest einen Ausdauertest auf einem Fahrradergometer, einen Achterlauf, Liegestütze und einen Pendellauf inklusive Rettungssimulation. Auch eine ärztliche Untersuchung und ein Eignungsinterview müssen absolviert werden. (red)