Polizei zieht hunderte Dreckschleudern aus dem Verkehr

Wer einen Dieselpartikelfilter aus seinem Fahrzeug ausbaut, verliert die Zulassung.
Wer einen Dieselpartikelfilter aus seinem Fahrzeug ausbaut, verliert die Zulassung.Bild: LPD Wien
Qualm, Gestank und schwarze Rauchwolken – seit Jahresbeginn sagt die Wiener Polizei dem "Ruaß" unter den Dieselfahrzeugen den Kampf an.

Insgesamt wurden seit 1. Jänner 230 Kennzeichentafeln durch die Landesverkehrsabteilung der Wiener Polizei einkassiert. Sämtlichen Lenkern wurde die Weiterfahrt untersagt, die Zulassungsbescheinigung wurde ebenfalls abgenommen.

Der Grund: Bei allen betroffenen Wagen war der gesetzlich vorgeschriebene Dieselpartikelfilter ausgebaut und durch Leerverrohrungen oder leere Gehäuse ersetzt worden.

Auf Kosten der Gesundheit ...

Wofür braucht man solche Dieselpartikelfilter überhaupt? Vor allem der kohlenstoffhaltige Feinstaub, den Dieselmotoren bei der Verbrennung von Kraftstoff ausstoßen, gilt laut Experten als extrem gesundheitsschädlich und kann zu schwerwiegenden Atemwegserkrankungen bei Kindern und älteren Menschen führen.

Deshalb werden dieselbetriebene Kraftfahrzeuge etwa seit dem Jahr 2005 serienmäßig mit Partikelfiltern ausgestattet, die diese nahezu vollständig aus den Abgasen herausfiltern können. Allerdings wird im Internet immer öfter propagiert, dass die Entfernung oder softwareseitige Deaktivierung des Dieselpartikelfilters für den Fahrzeughalter große Vorteile habe.

... wird gespart

Argumentiert wird mit der Kostenersparnis, immerhin kann Austausch rund 2.000 Euro kosten. Zudem verbrauche das Fahrzeug weniger Kraftstoff und habe eine weit höhere Motorleistung.

Nur, seit der letzten Novelle des Kraftfahrgesetz KFG sind solche Manipulationen verboten und führt, wie eingangs erwähnt, zur Aufhebung der Zulassung bzw. der Genehmigung des Kraftfahrzeuges. Laut Prüf- und Begutachtungsstellenverordnung liegt jedenfalls Gefahr in Verzug vor.

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