Fussball

2:1! Hartberg schmeißt Rapid aus dem Cup

Der TSV Hartberg schlägt den SK Rapid im Viertelfinale des ÖFB-Cups in Wien mit 2:1 und steht in der Runde der besten vier Teams.
Sebastian Klein
05.02.2022, 18:23

2:1! Hartberg gelingt zum Frühjahrsstart am Samstag die Überraschung. Die Steirer setzen sich im Allianz Stadion vor 2000 Zuschauern gegen Rapid durch und stehen als dritte Mannschaft im Halbfinale des ÖFB-Cups.

Für die Hütteldorfer setzt es den ersten bitteren Rückschlag unter ihrem neuen Trainer Ferdinand Feldhofer, der Didi Kühbauer Ende der Herbstsaison abgelöst hat.

Feldhofer verzichtet in seiner Startelf noch auf Barca-Rückkehrer Yusuf Demir und Stürmer-Neuzugang Ferdi Druijf. Beide werden in der zweiten Hälfte eingewechselt, können aber keine entscheidenden Akzente setzen.

Hartberg zieht Rapid in einem kampfbetonten Spiel trotz zahlreicher coronabedingter Ausfälle durch konsequentes Pressing und eine konzentrierte Abwehrleistung den Zahn.

Rapid-Traumtor nicht genug

Christoph Knasmüllner bringt die Hausherren zwar in der siebenten Minute durch ein Traumtor in Führung, strahlt aber im weiteren Verlauf des Spiels kaum mehr Gefahr aus. Knasmüllners 1:0 ist ein Geniestreich. Er lupft mit dem Außenrist ins lange Kreuzeck – unhaltbar!

Die Gäste drehen die Partie aber noch vor dem Pausenpfiff. Zunächst grätscht Jürgen Heil nach einem kurz abgespielten Abstoß der Rapidler in einen missglückten Pass von Emanuel Aiwu, erzielt so den etwas kuriosen Ausgleich (23.).

Schiedsrichter Christopher Jäger zeigt in der 43. Minute auf dem Punkt, Filip Stojkovic für ein vermeintliches Foulspiel die Gelbe Karte. Nach Video-Überprüfung nimmt der Unparteiische den Elfmeter für Hartberg zurück – beim Zweikampf gab es keinen Kontakt zwischen Verteidiger und Stürmer.

Dann dreht Philipp Sturm doch das Spiel unmittelbar vor dem Seitenwechsel (47.). Die Hartberger zeigen sich effizient, nützen ihre einzigen Großchancen.

Dario Velimirovic sieht in der 79. Spielminute Gelb-Rot, erschwert den Wienern damit die geplante Schlussoffensive. Rapid kann die Verlängerung nicht erzwingen, scheidet im Viertelfinale aus.

Hartberg folgt dem Wolfsberger AC und der SV Ried ins Halbfinale. Red Bull Salzburg und der LASK stehen sich am Sonntag im letzten Viertelfinale gegenüber (16:30 Uhr).

Die Stimmen:

Hartberg-Keeper Florian Faisth, der für Rene Swete eingesprungen ist: "Ich bin ein bisschen sprachlos, überwältigt. Jetzt in Hütteldorf 2:1 im Cup zu gewinnen, ich bin überglücklich. Das ist Leidenschaft, unbändiger Wille, egal wie viele Coronafälle. Wir sind ein unangenehmer Gegner, auch, wenn wir geschwächt sind."

"In der Kabine werden wir anstimmen. Dann wird es eine lustige Heimfahrt. Ein Traum, für mich und die Mannschaft, ins Halbfinale einzuziehen."

Rapids Marco Grüll: "Das 1:1 hat uns aus dem Konzept gebracht. Bis dahin waren wir ganz gut im Spiel. Natürlich ist es ein Tiefschlag. Wir wollten weiterkommen. Jetzt ist es ein scheiß Gefühl. Das darf uns nicht passieren, dass wir uns durch einen Fehler so aus dem Konzept bringen lassen. Es war zweite Halbzeit einfach eine schlechte Leistung."

Die Aufstellungen:

Rapid: Gartler - Stojkovic (86. Schick), Hofmann (38. Velimirovic), Moormann, Auer - Knasmüllner (55. Demir), Aiwu, Kitagawa (86. Arase), Petrovic - Strunz (55. Druijf), Grüll

Hartberg: Faist - Farkas, Steinwender, Rotter, Klem - Sturm (71. Paintsil), Kainz, Diarra, Aydin (79. Tadic) - Avdijaj (91. Erhardt), Heil

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