Alexander Zverev mühte sich in der zweiten Runde der US Open lange ab, musste gegen Quentin Halys die volle Länge gehen und gewann schlussendlich einen Fünfsatz-Krimi verdient mit 6:4, 4:6, 7:6, 6:7 und 6:3. Den ersten Matchball verwertete die Nummer eins des Turniers erst um 02:15 Uhr nachts. Danach ließ der Deutsche alle Hüllen fallen und zog noch vor dem obligatorischen Handshake blank.
Dass Zverev sich nach dem Matchball sofort sein Leibchen vom Körper riss und lässig auf die Schulter legte, hatte wohl eher funktionelle Gründe und kann weniger als Arroganz-Anfall des Deutschen gewertet werden. Schon im dritten Satz war deutlich zu sehen, dass sowohl Zverevs Oberteil als auch Hose vollkommen durchnässt waren und am Körper der Nummer eins pickten.
Und: Dass Zverev vier Stunden und 33 Minuten auf dem Platz kämpfte, lag vor allem am Tennis-Star selbst. Der 29-Jährige erwischte keinen guten Tag. Eklatant war vor allem seine Verwertung von Breakbällen. Von 20 (!) Möglichkeiten nutzte er lediglich fünf. Auf der anderen Seite präsentierte sich Halys wesentlich effizienter. Der französische Underdog nutzte drei von sieben Chancen.