22 indische Schulkinder nach Kantinenessen tot

Bild: AP

An einem giftigem Mittagessen in einer indischen Schulkantine sind im indischen Bundesstaat Bihar 20 Schulkinder gestorben, wie das Bildungsministerium am Mittwoch mitteilte. Weitere 30 Kinder werden wegen der giftigen Mahlzeit aus Reis und Linsen nach wie vor im Spital behandelt.

Während die Ermittlungen zu den Ursachen der Tragödie noch liefen, protestierten hunderte empörte Menschen gegen die Regierung des Bundesstaats. Sie forderten "ernste Konsequenzen" für die verantwortlichen Beamten. Ein Team aus Forensikern sei an die staatliche Schule des Dorfes Masrakh im Distrikt Saran entsandt worden, um die Todesursache zu klären, teilte der Regierungschef von Bihar, Nitish Kumar, mit.

In vielen der 29 indischen Bundesstaaten erhalten Kinder aus armen Familien kostenloses Essen an staatlichen Schulen, wodurch auch die Anwesenheitsquote gesteigert werden soll. Wegen Hygienemängeln oder minderwertiger Zutaten kommt es jedoch immer wieder zu Lebensmittelvergiftungen.

Steigende Lebensmittelpreise haben den Leidensdruck für die 455 Millionen unter der Armutsgrenze lebenden Bürger des 1,2-Milliarden-Einwohner-Staats in den vergangenen Jahren stetig erhöht. Bihar gehört zu den ärmsten aller Bundesstaaten.

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