Wegen Tierquälerei musste jetzt ein 22-Jähriger am Montag am Landesgericht Krems auf die Anklagebank: Der junge Mann soll eine acht Monate alte Hauskatze schwer misshandelt haben.
Der Beschuldigte hatte wegen seiner Drogensucht ein angespanntes Verhältnis zu den Eltern, nach einer nicht genützten Deadline bis Jahresende flog der 22-Jährige aus dem Elternhaus und fand bei Bekannten Unterschlupf.
Und die Hauskatze der Bekannten war schließlich mit einem Durchbruch des Oberschenkelknochens, Schwellungen im Kopfbereich, Verbrennungen am Ohr und an den Schnurrhaaren aufgefunden worden. Der Verdächtige soll zum Zeitpunkt der Auffindung des Vierbeiners Anfang Jänner noch geschlafen haben, die Katze musste in der St. Pöltner Tierklinik operiert werden.
Vor Gericht in Krems meinte der Angeklagte: "Ich war damals völlig fertig, kann nicht mal sagen, ob ich es war. Ich weiß nur, dass mich die Polizei geweckt hat. Ich war auf Heroin, Meth, Koks und kann mich ans Quälen einer Katze nicht erinnern." Nach dem Vorfall habe er einen Zusammenbruch erlitten und sei in der Psychiatrie gelandet. Nun sei er auf Drogenersatz und es ginge bergauf.
Die Richterin wollte ein Gutachten, ob der Beschuldigte zum Tatzeitpunkt überhaupt zurechnungsfähig war oder er die Tat im Zustand der vollen Berauschung begangen haben könnte. Da auch die Besitzerin als Zeugin fehlte, wurde der Prozess vertagt. Es gilt die Unschuldsvermutung.