22-jähriger Tiroler wird mit Nacktvideo erpresst

Ein Tiroler tappte in die "Sextortion"-Falle.
Ein Tiroler tappte in die "Sextortion"-Falle.Bild: iStock
Ein Tiroler (22) wurde am Mittwoch nach einem delikaten Videochat mit einer Unbekannten Opfer eines Internet-Betrugs.
Wie die Polizei mitteilt, chattete der junge Mann via Sky mit einer Frau, die sich als "Alessia" ausgab. Sie spielte ihm ein Nacktvideo zu und wollte, dass auch er sich auszieht und sich vor laufender Kamera befriedigt. Nichtsahnend ließ sich der 22-Jährige auf das Spiel ein.

Danach folgte das böse Erwachen: Die Internetbekanntschaft drohte dem Tiroler, das aufgenommene Videomaterial im Netz zu verbreiten und via Facebook an seine Freunde zu schicken, wenn er nicht eine dreistellige Summe zahlen würde.

Der Mann wandte sich daraufhin an die Polizei, die nun ermittelt. In letzter Zeit häufen sich Fälle sogenannter "Sex-Scams" bzw. "Sextortion". Die Polizei rät zur Vorsicht und gibt Tipps, um sich davor zu schützen. So sollen Betroffene keinesfalls auf eine Forderung nach Geld eingehen. Meist würde die Bezahlung nicht vor der Veröffentlichung schützen. Außerdem solle in jeden Fall Anzeige erstattet werden.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Hier ein paar Ratschläge:

- Die Täter geben sich in der Regel als junge, außergewöhnlich attraktive Personen aus. Im Profil finden sich, außer gut in Szene gesetzten Fotos, kaum persönliche Informationen. Häufig sind die

Täter Mitglieder einschlägiger Foren wie Dating-, Erotik- oder Partnerforen.

- Besondere Vorsicht ist geboten, wenn fremde Personen in den sozialen Netzwerken Kontakt herstellen bzw. einen Flirt starten.

- Erhöhte Aufmerksamkeit ist geboten, wenn der Chatpartner schon nach kurzer Zeit zum Wechsel auf alternative Kanäle, wie Skype oder WhatsApp, einlädt.

- Der Chat ist sofort zu beenden, wenn sich das Gegenüber vor der Webcam entkleidet und/oder zu sexuellen Handlungen auffordert.

- Zahlen Sie keine Lösegeldforderungen.

- Speichern Sie die Nachrichten und Screenshots und nehmen Sie sie zur Polizei mit. (red)

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