23.000 Euro veruntreut: Milde Strafe für Postler

Kreditschulden und der Hang zum Geldausgeben wurden einem 46-jährigen Pongauer zum Verhängnis. Der Postbedienstete wusste keinen anderen Ausweg mehr und steckte 23.800 Euro aus der Amtskasse ein. Er wurde dafür zu vier Monaten bedingt verurteilt, das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Schadenssumme muss er nun in Raten abstottern.

"Das war ein riesen Blödsinn", zeigte sich der Angeklagte reumütig. Als Schulden wegen eines Bank-Kredites in der Höhe von 50.000 Euro auf seinen Schultern lasteten, griff er sich zwischen 3. Mai 2012 bis 9. September 2013 immer wieder in die Amtskasse.

Mann machte Selbstanzeige

Zwar kam ihm niemand auf die Spur, doch das schlechte Gewissen nagte an dem Mann. "Irgendwann hat er selbst dem Druck nicht mehr standgehalten und eine Selbstanzeige gemacht, ohne dass ein Verdachtsmoment vorlag", plädierte sein Verteidiger auf ein mildes Urteil.

Er habe außerdem im Rahmen seiner Möglichkeiten das Äußerste getan, den Schaden wieder gut zu machen. Er soll der Post bereits 3.800 Euro und eine erste Rate der nun folgenden, monatlichen Rückzahlungen in Höhe von 200 Euro überwiesen. Falls er wieder eine Arbeit bekommt, sei er bereit, eine höhere Rate zu zahlen, sagte der Beschuldigte.

"Sie sind ja nicht ein kleiner Verkäufer"

Die Strafe von vier Monaten mit einer Probezeit von drei Jahren scheint, wenn sie rechtskräftig wird, allerdings im Leumundszeugnis auf. Richterin Anna-Sophia Geisselhofer wertete es als eine erschwerende Schuld, wenn ein Postbediensteter in führender Position Geld veruntreut: "Sie sind ja nicht ein kleiner Verkäufer in einem Schuhgeschäft gewesen."

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