23-Jährige von "Freund" über 50 mal verprügelt

Mindestens 50 mal innerhalb von zweieinhalb Jahren prügelte ein 41-Jähriger in Salzburg seine Lebensgefährtin (23). Beim Prozess wollte er anfangs davon trotz blauer Flecken am Körper der 23-Jährigen nichts wissen. Erst zu Prozessende gab er sich teilweise geständig. Er erhielt eine teilbedingte Strafe von 21 Monaten, davon drei Monate unbedingt - das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der Angeklagte wurde im Ermittlungsverfahren nicht nur von seiner damaligen Lebensgefährtin belastet. Auch die Mutter und die Cousine der 23-Jährigen sowie eine weitere Zeugin erhoben schwere Vorwürfe gegen den türkischen Staatsbürger. Er soll sein Opfer im Tatzeitraum bis Mai 2014 auch gewürgt, durch die Wohnung gezerrt und sie für längere Zeit eingesperrt haben. Anfangs wurde gegen ihn auch wegen Mordversuches ermittelt. Die Staatsanwaltschaft erhob diesbezüglich aber keine Anklage.

"Wir waren rauschig"

"Ich bin nicht schuldig", sagte der 41-Jährige zu Strafrichter Roland Finster. Jene blauen Flecken am Körper der 23-Jährigen, von denen ihre Cousine berichtet hatte, habe nicht er verursacht. "Wir waren rauschig, wir beide sind zu Boden gefallen" oder "Ich habe ihr den Mund zugehalten, damit sie nicht schreien konnte. Wir waren rauschig." Die Wunde am Hals und das "blaue Auge" hätte sich seine Freundin bei einer Rauferei mit drei Frauen zugezogen.

Teilweises Geständnis kam erst spät

Auch den Vorwurf der gefährlichen Drohung bestritt der Angeklagte. Der Richter legte ihm nahe, dass ein Geständnis strafmildernd sei. Doch der Beschuldigte blieb dabei - er sei nicht gewaltsam gegen die Frau vorgegangen und habe sie auch nicht eingesperrt. Kurz vor der Urteilsverkündung räumte der 41-Jährige aber teilweise Taten ein. Drei Monate muss der Mann laut Urteil absitzen - es ist nicht rechtskräftig.

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