23-Jähriger hetzt Pitbull auf Polizei: ein Jahr Haft

Der Mann hetzte einen Pitbull auf die Polizisten.
Der Mann hetzte einen Pitbull auf die Polizisten.Bild: iStock/Symbolbild

Erst versuchte er, Polizisten zu täuschen, dann drehte er durch: weil ein 23-Jähriger einen Pitbull auf Polizisten hetzte, stand er am Donnerstag vor Gericht.

Der Vorfall begann harmlos: im Sommer 2018 wurde der 23-jährige Serbe bei einer Fahrt zum Flughafen Wien aufgehalten, weil er ein Stoppschild ohne anzuhalten überfuhr. Hätte der Mann da angegeben, dass er keinen Führerschein besitze, wäre wohl alles anders gekommen. So aber versuchte der Mann laut "ORF", sich als sein Vater auszugeben.

"Er ist kein intellektuelles Highlight", gestand der Verteidiger des Mannes vor Gericht. Dass der 23-Jährige als sein über 40-jähriger Vater auftrat, glaubten ihm die Beamten nicht. Als der 23-Jährige umschwenkte und angab, sein Führerschein liege zuhause, begleiteten ihn die Beamten dorthin. Als er den Polizisten allerdings nur den Reisepass seines Vaters geben konnte und diese auf einem Ausweis des 23-Jährigen beharrten, rastete der Betroffene aus.

Attacke auf Polizei

Er holte den Pitbull seines Vaters aus einem Zimmer der Wohnung und befahl ihm laut Anklage, die Polizisten anzufallen. Die Beamten konnten vor dem heranrasenden Tier gerade noch die Türe schließen. Danach wollte der 23-Jährige über ein Fenster flüchten, konnte allerdings von einem Polizisten zur Aufgabe überredet werden.

Der wegen Körperverletzung und anderen Delikten dreifach vorbestrafte Mann wurde eigentlich schon 2015 aufgrund seiner Gefährlichkeit bedingt eingewiesen, hielt sich aber offenbar nicht an die Auflagen und setzte seine Medikamente ab. Über die Einweisung muss noch extra entschieden werden, am Donnerstag fasst der Mann für den Hundeangriff nicht rechtskräftig ein Jahr Haft aus.

Der psychiatrische Sachverständige Peter Hofmann: "Die Frequenz der Taten nimmt zu." Allerdings verliefen sich weitere Anklagepunkte im Sand. Bei vorgeworfenen Körperverletzungen gegen seine Familie und seine Freundin wollte kein einziges Familienmitglied aussagen. (red)

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