23-Jähriger zerschnitt Freundin das Gesicht

Download von www.picturedesk.com am 24.04.2017 (21:30).  ABD0016_20170424 - WIEN - ÖSTERREICH: Der wegen versuchten Mordes Angeklagte (M) am Montag, 24. April 2017, vor Prozessbeginn im Straflandesgericht Wien. Der Angeklagte soll seine Ex-Freundin mit einem Stanleymesser gequält haben. - FOTO: APA/HERBERT NEUBAUER - 20170424_PD0340
Download von www.picturedesk.com am 24.04.2017 (21:30). ABD0016_20170424 - WIEN - ÖSTERREICH: Der wegen versuchten Mordes Angeklagte (M) am Montag, 24. April 2017, vor Prozessbeginn im Straflandesgericht Wien. Der Angeklagte soll seine Ex-Freundin mit einem Stanleymesser gequält haben. - FOTO: APA/HERBERT NEUBAUER - 20170424_PD0340Bild: Herbert Neubauer
Mit einem Stanleymesser schnitt ihr der Asylwerber zuerst die Haare ab , verletzte sie dann im Gesicht und im Nacken schwer. Sie überlebte nur durch Zufall.
Vor Gericht wollte sich der 23-jährige Asylwerber aus Algerien an den "Vorfall" nicht erinnern, da er "zu der Zeit sehr viel Kokain" konsumiert habe. Während ein Gerichtspsychologie dies für möglich, aber wenig wahrscheinlich hält, spricht das 30-jährige Opfer davon, dass der Mann versucht habe, ihr die Haut vom Körper zu ziehen: "Ich dachte, ich muss jetzt sterben".

Der Angeklagte hält sich seit dreieinhalb Jahren in Österreich auf, am 12. August 2016 kam es zu der nun vor Gericht verhandelten Tat. Das spätere Opfer, eine 30-jährige Rumänin, hatte nur wenige Tage zuvor die Beziehung zu dem Algerier beendet. Nach einem Mitleidsanruf besuchte die Frau den Mann noch einmal in seinem Flüchtlingsheim.

Gesicht zerschnitten

Dort packte sie der 23-Jährige sofort, zerrte sie laut Opferangaben in sein Zimmer und kündigte an: "Ich muss dich jetzt umbringen". Dann trat und schlug er auf die Frau ein, schnitt ihr mit einem Stanleymesser erst die Haare ab und zerschnitt ihr daraufhin das Gesicht und den Nacken. Dass sich die Frau aus Leibeskräften gewehrt hatte, dürfte ihr das Leben gerettet haben.

Die Staatsanwältin sprach von einem "Zufall", dass die 30-Jährige überlebt hat. Als der Angreifer nach einem Tritt strauchelte, konnte die Frau auf den Gang flüchten und um Hilfe schreien. Ein anderer Asylwerber kam ihr zu Hilfe und verbarrikadiete sich mit dem blutüberströmten Opfer in seinem Zimmer, bis die Polizei kam.

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Lebensbedrohlich seien die Verletzungen laut Sachverständigem nicht gewesen, dennoch wurde ein Mordversuch angeklagt. Erschwerend kam hinzu, dass das Opfer durch die Schnitte verunstaltet wurde. Für Operationen und als Schmerzensgeld wurden der Frau 37.000 Euro zugesprochen. Der Angeklagte wurde zu 15 Jahren Haft verurteilt, das Urteil ist bereits rechtskräftig. (red)

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