2.300 schauten bei Stelzers "Talkshow" auf Insta zu

LH Thomas Stelzer vor der Insta-Cam: Er startete seine eigene "Talkshow".
LH Thomas Stelzer vor der Insta-Cam: Er startete seine eigene "Talkshow".Land OÖ
Oberösterreichs Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) startete Dienstagabend mit seiner eigenen Insta-"Talkshow". 2.300 schauten zu.

Erster Gesprächsgast war "Runtastic"-Gründer Florian Gschwandtner. Mit ihm sprach Stelzer darüber, was man aus der Corona-Krise lernen kann. Und was unternommen werden kann, um Oberösterreich jetzt wieder zu stärken. Knapp 20 Minuten dauerte das Gespräch.

Der Talk wurde über Handy-Cams geführt. Stelzer (im Anzug mit Krawatte) war am Schreibtisch in seinem Landhaus-Büro, Gschwandtner (lässig im T-Shirt) daheim in Linz. Beide kennen sich schon lange, sind per Du. "Hallo Thomas, servus …", beginnt der Erfolgs-Start-upper das Gespräch. "Servus", kommt von Stelzer.

"Müssen wirtschaftlichen Schwung holen!"

Stelzer und Gschwandtner …

► … über die letzten Corona-Monate: "Man kann keinen Tagesablauf planen. Jeden Tag ist wieder irgendetwas Neues. Aber das, was eigentlich wichtig ist, nämlich 'den großen Wurf zu machen', ist ganz schwierig momentan. Aber auf das wird es jetzt ankommen", so Stelzer.

► … darüber, wie es weitergeht: "Es ist gerade eine ordentliche Challenge. Aber: Was uns gelingen muss, ist: Das Virus ist da, wir stecken aber jetzt nicht den Kopf in den Sand. Wir schützen uns bestmöglich. Aber wir müssen versuchen, jetzt schon wieder wirtschaftlichen Schwung zu holen. Eine Anstrengung, aber: Es geht", sagte Stelzer.

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► … über die Situation in den USA: "Dort ist die Situation noch viel blöder als bei uns. Der klassische Österreicher tut ein bisserl Geld auf die Seite. Man versucht, sich hier gegenseitig zu helfen. Wenn ich eines sagen kann: Da, wo wir wohnen, sind wir trotz der schwierigen Zeit immer noch gut gesegnet", berichtet Gschwandtner nach einem Telefonat mit einem ehemaligen Mitarbeiter in den USA. "Es ist wichtig, dass sich jeder als Teil des Ganzen sieht, dass er dazu was beitragen kann", so Stelzer.

"Wir haben es nicht überwunden."

► … zur Maskenpflicht: "Ich war heute einkaufen in einem Einkaufszentrum. Und habe die Maske getragen. Ich glaube, dass das wichtig ist", ist Gschwandtner überzeugt. Corona sei echt "was Gefährliches". Stelzer: "Und vor allem: Wir haben immer noch kein verlässliches Medikament. Wir haben es nicht überwunden."

► … zur Digitalisierung durch Corona: "Was wir alle sehen, ist, dass die Digitalisierung enorm beschleunigt worden ist. Dass der klassische Österreicher Sachen akzeptiert, die er vorher nicht akzeptiert hätte. Z.B. einen Video-Call. Ganz klar bin ich ein Befürworter der Digitalisierung", so Gschwandtner.

► … zur neuen Technischen Universität in Oberösterreich: "Es ist eines der besten Dinge, die unserem Bundesland passieren kann", sagte Gschwandtner. "Die Erwartungshaltung wird aber schon sein, dass wir nicht nur anwenden, was anderswo erfunden wurde. Sondern: Es muss schon gelingen, dass wir Innovationen hevorbringen", fordert Stelzer.

► … darüber, was es im Bildungssystem braucht: "Bildung geht bei den Eltern los. Jedes Kind sollte die Chance haben, mit Digitalisierung in Berührung zu kommen, aber nicht alle Familien haben die finanziellen Voraussetzungen dafür. Aber: Es gibt Plattformen, wo Kinder schon früh Erfahrungen machen können – um zu sehen: Ist Programmieren was für mich? Macht es Spaß? Und dann muss es auch gefördert werden. Ich würde mir wünschen, Kindern schon früh die Chance zu geben, mit Digitalisierung in Berührung zu kommen", so Gschwandtner.

"Bauen neues Unternehmen auf."

► … über Sport und physische und mentale Fitness: "Ich gehe zumindest zwei Mal in der Woche laufen. In der Früh meistens", so Stelzer.

► … über eine neue Unternehmensgründung: "Wir bauen ein Unternehmen, das sich mit Leadership beschäftigt", so Gschwandtner. "Weil Leadership und Führung jetzt anders ausschauen, wie noch in den letzten 20, 50, 100 Jahren." Die Gründung sei für Jänner in Linz geplant.

Das ganze Gespräch im Video:

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