24.12.: Bub musste stundenlang auf Arzt warten

Bild: Denise Auer

Erbrechen, Durchfall - und das am Heiligen Abend: "Heute"-Leserin Sandra L. rief für ihren erkrankten Sohn (3) den Ärztefunkdienst. Dann hieß es: "Bitte, warten."

Erbrechen, Durchfall – und das am Heiligen Abend: "Heute"-Leserin Sandra L. rief für ihren erkrankten Sohn (3) den Ärztefunkdienst. Dann hieß es: "Bitte, warten."
Vier Stunden später fragte die besorgte Mutter nach, wann endlich ein Arzt kommt. Sie wird auf die Morgenstunden vertröstet – oder an ein Spital verwiesen. L. verzichtet nun auf den Arzt. "Am 24. Dezember gab es einen technischen Ausfall des Telefonsystems beim Funkdienst", sagt Ärztekammer-Wien-Chef Thomas Szekeres.

Die Folge: Es konnte erst später nachvollzogen werden, wer angerufen hatte. Die Wartezeit betrug im Schnitt vier Stunden. Was dazu kam: "Auch Ärzte des Funkdiensts waren krank, fielen aus", so Szekeres. Denn: Drei Krankheiten legen zurzeit Wien lahm.

Die Grippe, grippale Infekte und Durchfall. Knapp vor Weihnachten gab der Grippemeldedienst das Anrollen der Grippewelle auf Wien bekannt. Die Zahl der Erkrankungen lag bei 9.000 – ab 10.000 spricht man von einer Epidemie.

Der Ärztefunkdienst (Telefonnummer: 141) entlastet die Notaufnahmen, fungiert an Wochenenden und Feiertagen als Hausarzt-Ersatz, wurde über Weihnachten extra aufgestockt. Übliche Wartezeit: eine halbe Stunde bis zwei Stunden.

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