Österreich

24 Flüchtlinge aus verschweißtem Lkw befreit

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:25

Nur eine knappe Woche nach der Katastrophe auf der A4 haben aufmerksame Polizisten 24 Personen vermutlich das Leben gerettet. Sie entdeckten die Flüchtlinge in einem Kastenwagen ohne Frischluftzufuhr. Eine Tür war verschweißt, die andere mit einem Riegel versperrt. Ein Schlepper ist in Haft. Am Mittwoch ließ sich Innenministerin Johanna Mikl_Leitner (ÖVP) bei der Begutachtung des Klein-Lkw fotografieren.

Nur eine knappe Woche nach der haben aufmerksame Polizisten 24 Personen vermutlich das Leben gerettet. Sie entdeckten die Flüchtlinge in einem Kastenwagen ohne Frischluftzufuhr. Eine Tür war verschweißt, die andere mit einem Riegel versperrt. Ein Schlepper ist in Haft. Am Mittwoch ließ sich Innenministerin Johanna Mikl_Leitner (ÖVP) bei der Begutachtung des Klein-Lkw fotografieren.

Medien wurden am Mittwoch zu dem Lkw gelassen, um Fotos des Fahrzeuges von Innen zu machen. Mikl-Leitner, die den Wagen genau unter die Lupe nahm, war ebenfalls vor Ort und ließ sich bei der Begehung knipsen.

Im Rahmen einer Schwerpunktaktion waren Polizisten in der Nacht auf Dienstag im Bereich der A4, kurz nach der Abfahrt zur S1, auf einen in Richtung stadteinwärts fahrenden weißen Klein-LKW aufmerksam geworden. Die Beamten folgten dem Fahrzeug und lotsten den Fahrer von der Autobahn.

Unmittelbar nachdem das Auto angehalten hatte, sprang der Lenker aus dem Wagen und ergriff zu Fuß die Flucht. Die Polizisten nahmen die Verfolgung des Flüchtenden auf, verloren ihn jedoch in weiterer Folge aus den Augen. Polizeidiensthund Iceman ist es zu verdanken, dass der Mann, der sich in einer Gerätehütte versteckt hatte, aufgespürt und festgenommen werden konnte.

Auto verschweißt ohne Frischluftzufuhr

Zwischenzeitlich waren Einsatzkräfte bei dem noch immer in der Anne-Frank-Gasse abgestellten Lkw eingetroffen. 24 Flüchtlinge aus Afghanistan konnten aus dem Inneren gerettet werden, allen ging es den Umständen entsprechend gut.

Bei näherem Hinsehen zeigte sich, dass eine Katastrophe wie auf der A4 nicht allzu unwahrscheinlich gewesen wäre. Die seitliche Schiebetür des Fahrzeuges war von den Schleppern von innen verschweißt worden. Auf der Außenseite der Hecktüren war ein Riegelschloss angebracht. Sämtliche Fenster des Fahrzeuges waren von innen vergittert.

Zu keinem Zeitpunkt der Fahrt konnte auf Grund der am Fahrzeug getroffenen Umbauarbeiten Frischluft in das Innere des Laderaums gelangen oder hatten die 24 im Laderaum befindlichen Menschen die Möglichkeit sich selbst zu befreien.

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