24-Jähriger hat sich an eigener Cousine vergangen

Ein heute 24-jähriger Mann aus dem Salzburger Flachgau ist am Donnerstagnachmittag am Landesgericht Salzburg zu sechs Monaten bedingter Haft wegen sexuellen Missbrauchs einer Unmündigen verurteilt worden. Vom Vorwurf der Vergewaltigung und des schweren sexuellen Missbrauchs wurde er freigesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, Staatsanwaltschaft und Verteidigung haben noch keine Erklärung abgegeben.

"Der Freispruch erfolgte im Zweifel", sagte Richterin Christina Rott. Der Angeklagte soll zwischen 2002 und 2004, also im Alter von 14 bis 16 Jahren, seine eigene Cousine mehrmals sexuell missbraucht und vergewaltigt haben und ihr auch Schläge ins Gesicht verpasst haben.

Das Mädchen war damals elf Jahre alt, Übergriffe soll es aber bereits früher gegeben haben. Allerdings war der Angeklagte (Verteidiger Kurt Jelinek) zu diesem Zeitpunkt noch nicht strafmündig, darum schien das noch frühere, mutmaßliche Vergehen nicht in der Anklage auf.

Die Strafe von sechs Monaten bedingt, nachgelassen auf eine Probezeit von drei Jahren, kassierte der Mann für einen zweiten Übergriff. Im Jahr 2008 soll der mittlerweile verheiratete Salzburger noch ein zweites, damals neunjähriges Mädchen im angrenzenden Oberösterreich sexuell missbraucht haben. "Die Strafe fiel vor allem wegen der langen Verfahrensdauer so mild aus", erklärte Gerichtssprecherin Bettina Maxones-Kurkowski. Der Angeklagte hatte beide Vorwürfe im Prozess bestritten.

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