Google verschärft die Regeln für das sogenannte Sideloading auf Android-Geräten. Wer Apps manuell installiert, die nicht von verifizierten Entwicklern stammen, muss künftig eine 24-Stunden-Wartefrist einhalten.
Hintergrund der Maßnahme ist eine Betrugswelle in Südamerika und Südostasien. Dort bringen Kriminelle ihre Opfer durch Schockanrufe dazu, schädliche Apps zu installieren, um etwa Kreditkartendaten zu stehlen.
Wie heise.de berichtet, gibt es aber eine Erleichterung: Wer die Frist bereits auf einem Gerät erfüllt hat, muss beim Wechsel auf ein neues Handy nicht nochmals warten. Das erklärte Google-Produktmanager Matthew Forsythe in einem Video.
Nutzer müssen zuerst die Entwickleroptionen aktivieren, bestätigen, dass sie nicht unter Anleitung von Betrügern handeln, ihr Gerät neu starten und dann 24 Stunden abwarten. Erst danach können sie die App installieren.
Wer seine Apps über die Android Debug Bridge (ADB) am PC installiert, ist von der Regel nicht betroffen. Die Wartezeit kann wahlweise dauerhaft oder für 7 Tage aktiviert werden.
Ab September 2026 treten die Regeln für Apps in Brasilien, Indonesien, Singapur und Thailand in Kraft. Ab 2027 sollen sie dann weltweit gelten. Kritiker werfen Google vor, sich damit zum Torwächter fremder App-Verbreitungswege zu machen.