25-Jähriger bezahlte Suche nach Ski mit Leben

Während eine 52-jährige Wienerin und ihr 57-jähriger Lebensgefährte in Lech-Zürs nach einem Lawinenabgang von einer Skilehrerin gerettet werden konnten, verstarb ein 25-jähriger Deutscher in der Nacht auf Freitag im Krankenhaus. Er hatte einen Ski gesucht und wurde dabei verschüttet.
Während eine 52-jährige Wienerin und ihr 57-jähriger Lebensgefährte in Lech-Zürs nach einem Lawinenabgang von einer Skilehrerin gerettet werden konnten, verstarb ein 25-jähriger Deutscher in der Nacht auf Freitag im Krankenhaus. Er hatte einen Ski gesucht und wurde dabei verschüttet.

Am Donnerstag hat ein Deutscher die Suche nach seinem verlorenen Ski am Stubaier Gletscher in Tirol mit dem Leben bezahlt. Der 25-Jährige wurde von einem Schneebrett erfasst und verschüttet. Bekannte konnten den Mann schließlich orten und ausgraben.

Er wurde reanimiert und in die Innsbrucker Klinik gebracht, wo er Donnerstagnacht verstarb.

Pärchen in Lech gerettet

Die beiden Skifahrer waren gegen 13.30 Uhr von der Trittkopfbergstation auf einer präparierten Piste talwärts unterwegs. Auf Höhe des sogenannten "Trittkopf-Kar" gerieten sie in eine Lockerschneelawine, die ein unbekannter Tourengeher oberhalb eines Grates ausgelöst haben dürfte. Sie wurden rund 25 Meter weit mitgerissen. Die Piste wurde auf einer Länge von rund 40 Metern und einer Breite von 20 Metern bis zu zwei Meter hoch von den Schneemassen verlegt.

Skilehrerin beobachtete Szene

Die Frau wurde rund 60 Zentimeter tief verschüttet, ihr Begleiter aus Wiener Neustadt bis zum Bauch. Eine Skilehrerin, die den Lawinenabgang beobachtet hatte, ortete die Frau nach kurzer Zeit und grub sie aus.

Die 52-Jährige erlitt eine Verletzung am Bein und wurde zur ärztlichen Behandlung mit dem Hubschrauber nach Zürs geflogen. Ihr Lebensgefährte blieb unverletzt.

400 Meter weit mitgerissen

Ein Tourengeher hatte in Osttirol am Donnerstag ebenfalls Glück im Unglück: Rund 400 Meter war der 60-Jährige von einer Lawine mitgerissen worden. Wie die Polizei mitteilte, fuhren die beiden Begleiter des Mannes zu dem Einheimischen ab, dessen Hand noch aus dem Schnee ragte. Sie befreiten ihn  aus den Schneemassen und setzten die Rettungskette in Gang.

Er wurde mit einem Rettungshubschrauber in das Krankenhaus Lienz geflogen und dürfte nur leichte Verletzungen erlitten haben.

 
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